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Green IT: Intelligente Prognosen optimieren Transportwege und sparen CO2

Mit einer von Mitarbeitern des Hasso-Plattner-Instituts entwickelten Software sollen Logistikunternehmen Kosten einsparen und weniger CO2 produzieren.

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(Bild: HPI Hasso-Plattner-Institut)

Interne Informationen in Echtzeit verknüpft mit verkehrsrelevanten Daten aus dem Internet sollen Routen für Logistikunternehmen frühzeitig optimieren. Drei Wissenschaftler des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben auf der Grundlage von CEP-Techiken (Complex Event Processing) dafür ein System entwickelt, dass unter anderem Verkehrsstörungen nicht nur frühzeitig anzeigt, sondern anhand verschiedener Faktoren auch Störungen prognostizieren soll.

Bei globalen Lieferketten können sich sogar Ereignisse, die tausende von Kilometern vom eigenen Standort entfernt auftreten, auf die eigene Route auswirken. Fallen beispielsweise aufgrund der Wetterverhältnisse in England Fähren aus, könnte das zu Staus im Eurotunnel führen. Solche Variablen führt die neue Software zusammen und berechnet daraus möglichst effiziente Transportwege, die zu deutlichen Kosteneinsparungen führen sollen.

Dazu kommen deutliche CO2-Einsparungen, wenn Leerfahrten und unnötige Unterbrechungen vermieden werden. Die Idee zu dieser Software entstand im Rahmen des EU-Projekts "GET Service" (Green European Transportation), das sich der Entwicklung effizienterer, CO2-optimierter Transportwege verschrieben hat.

Ein Pilotprojekt der von den HPI-Mitarbeitern entwickelten Software soll in Zusammenarbeit mit einem Transportunternehmen am 1. Oktober 2015 an den Start gehen. Für den Herbst 2016 ist geplant, dass die Plattform unter dem Namen "Synfioo" auf dem Markt erhältlich ist. (ka)