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iX Magazin

Groupware BlueMind 3.0 mit Elastic Search und XMPP

In der jetzt freigegebenen Version 3.0 spendierte die französische Firma BlueMind ihrer ursprünglich als Webmailer mit Kalender gestarteten Open-Source-Collaboration-Suite neben farbigen Tags eine Volltextsuche sowie XMPP-Support.

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Erst seit Ende 2010 im Geschäft, hat das französische Unternehmen BlueMind jetzt das inzwischen dritte Release seiner gleichnamigen, quelloffenen Messaging- und Collaboration-Plattform freigegeben. Als wichtigste Neuerung bringt BlueMind 3.0 eine auf Elasticsearch basierende Volltextsuche für den Webmailer mit. Außerdem synchronisiert sich das Kalender-Modul jetzt mit allen CalDAV-fähigen Anwendungen, wie Mac Calendar. Termine und Kontakte lassen sich jetzt mit farbig gekennzeichneten Tags versehen. Ferner unterstützt BlueMind 3.0 nun das XMPP-Protokoll als weiteren Kommunikationskanal.

Darüber hinaus haben die Entwickler Kerberos integriert, weshalb BlueMind 3.0 in Active-Directory-Umgebungen Single-Sign-on beherrscht. Zudem erweiterten sie die Blue-Mind-Architektur (siehe Bild) um einen IMAP-Proxy. Schließlich ist die webbasierte Groupware jetzt auch deutsch lokalisiert. Weitere Einzelheiten lassen sich den Release Notes entnehmen.

(Bild:  BlueMind )

BlueMind wird seit 2011 als Plattform für Nachrichtenaustausch und Zusammenarbeit entwickelt und unterstützt E-Mail, Kalender, Kontakte und Sofortnachrichten. Neben einem modernen auf Javascript beruhenden Webmailer bietet die Plattform Clients, bzw. Connectoren für Mobilgeräte und MS Outlook. Die im Wesentlichen in Java umgesetzte Software ist skalierbar und Offline-fähig, synchronisiert also bei einer wiederhergestellten Netzverbindung automatisch. BlueMind besitzt eine übliche Webdienste-orientierte Plug-in-Architektur mit SOAP API. Dazu kommen auf Backend-Seite die üblichen, über einen eigenen Service-Bus verbunden Verdächtigen aus dem Open-Source-Baukasten zum Einsatz, darunter Postfix, Cyrus IMAP, Roundcube, Apache, Nginx, Tomcat, HornetQ und PostgreSQL.

BlueMind ist unter der AGPLv3 und der französchen CeCILL 2.0 lizenziert. Es gibt binäre Installationspakete für Debian, Ubuntu und RHEL 6, Updates im laufenden Betrieb gibt es nur für Anwender mit einer Subskription. Letzteres ist Bestandteil des Geschäftsmodells: Der Hersteller verdient sein Geld mit einem Portfolio an Dienstleistungen rund um die Software sowie durch den gehosteten Betrieb (SaaS). (Thomas Drilling) / (avr)