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Groupware Zarafa 7.2 veröffentlicht

In der neuen Version 7.2 will die Groupware Zarafa dank Unterstützung von MariaDB und einer verbesserten Suche schneller werden. Ein neues API-Layer für Python soll den Zugriff auf den Server per MAPI-Schnittstelle vereinfachen.

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(Bild: Zarafa)

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Ein neues Major-Release 7.2 der unter Linux laufenden Groupware Zarafa hat das gleichnamige Unternehmen freigegeben. Die Suche wurde von Grund auf neu entwickelt und heisst Search+. Sie setzt auf die Open-Source-Suchmaschine Xapian. Erstmals offiziell unterstützt die Software die freie SQL-Datenbank MariaDB und macht von deren speziellen Transaktionsleveln Gebrauch, was zu weniger Sperren bei Transaktionen und damit zu höherem Tempo führen soll.

Mit python-zarafa steht eine weitere API-Abstraktionsschicht bereit, mit der sich ohne tiefergehende Kenntnisse des Messaging Application Programming Interface (MAPI) die Schnittstelle zum Server ansprechen lassen soll. Auch der SSL-Stack wurde überarbeitet und erlaubt das Konfigurieren der verwendeten Algorithmen, um etwa als unsicher geltende Varianten auszuschließen.

Anfang des Jahres hatte das Unternehmen überraschend durchblicken lassen, die Anbindung von Outlook-Clients ab dem kommenden Jahr nicht mehr weiter zu pflegen. Neuere Versionen von Microsofts Office-Komponente sollen nicht mehr berücksichtigt werden, prinzipiell sei die Nutzung aber weiterhin möglich. Allerdings dürfte Zarafa bei nicht wenigen Anwendern als Ersatz für einen Exchange-Server fungieren, was die weitere Verwendung fraglich werden lässt. Auf das Ende der Outlook-Unterstützung im ersten Quartal 2016 weist das Unternehmen etwas versteckt in der Übersicht der Zarafa-Varianten hin.

Zarafa gibt es in mehreren kostenpflichtigen Unternehmens-Editionen sowie in einer freien Community-Version. Zusätzlich unterstützt werden in Version 7.2 die Linux-Distributionen RHEL 7, SLES 12 und Univention Corporate Server 4.0. Detaillierte Informationen über die Neuerungen kann man den Release Notes entnehmen.

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