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HP präsentiert nächste Generation seiner Superdome-Server

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Seinen neuen Superdome 2 aus der Integrity-Reihe bestückt Hewlett-Packard nach wie vor mit Itanium-Prozessoren von Intel, diesmal mit der jüngsten Quad-Core-Variante namens Tukwila. Damit zählt HP zu den wenigen Unternehmen, die noch Systeme mit dem "anderen" 64-Bit-Prozessor von Intel bauen. Im Unterschied zu x64-Prozessoren nutzt der Itanium (IA-64) die VLIW-Technik (Very Large Instruction Word). Er sollte ursprünglich "proprietären" RISC-Prozessoren den Garaus machen. Aufgrund seines hohen Preises und seiner speziellen Architektur, auf die sämtliche Software angepasst werden muss, konnte er sich gegen die Konkurrenz nicht durchsetzen.

Basisinformationen kann der Systembetreuer über das LCD abrufen.

(Bild: HP)

Der Superdome 2 basiert auf HPs Blade-Scale-Architektur. Schon seit vier Jahren liefert HP Integrity-Blades für die sonst häufiger mit x86- beziehungsweise x64-Blades bestückten Standard-Chassis, mittlerweile auch für das BladeSystem c-Class. Drei Versionen der Superdome-2-Blades stehen zur Verfügung, die wiederum in drei durch den Prozessortakt unterschiedenen Varianten erhältlich sind. Das kleinste Blade-System BL860c i2 ist mit zwei Itanium 9350 (1,73 GHz) bestückt; in der Grundausstattung hat es einen Hauptspeicher von 8 GByte, wobei Ausbau auf maximal 96 GByte möglich ist. Als Festplattenspeicher stehen Größen von 72, 146 und 300 GByte zur Auswahl, für den Datenaustausch vier NIC-Ports (2 NC532i Dual-Port Flex 10) über 10-GbE-Multifunktionsadapter bereit. Die nächste Variante nutzt ebenfalls zwei Prozessoren, allerdings die 1,6 GHz schnellen 9340er. Die übrige Ausstattung ist identisch. Die dritte Version mit dem Itanium 9320 begnügt sich mit 1,33 GHz.

Im nächst größeren BL870c i2 werkeln vier Prozessoren mit einem Hauptspeicher von 16 GByte, ausbaubar auf 192 GByte. Die übrige technische Ausstattung entspricht dem BL860c, das Blade ist aber doppelt so breit. Das größte Modell BL890c i2 belegt vier Einschübe und verfügt über acht Quad-Core-Itaniums und 32 bis 384 GByte RAM. Die beiden größeren Blades sind ebenfalls in den drei Varianten mit unterschiedlichen Taktfrequenzen erhältlich.

Zu den Besonderheit des Superdome 2 zählt die Austauschbarkeit der einzelnen Komponenten mit anderen Rack-Systemen des Herstellers. So kommen beispielsweise dieselben Lüfter und Netzteile zum Einsatz wie in den Rack-Servern der Integrity-Serie. Mit dem Superdome 2 wendet sich HP sowohl an bereits bestehende Kunden als auch an Unternehmen, die derzeit Mainframe-Systeme des Erzkonkurrenten IBM nutzen. Laut Martin Fink, Senior Vice President & General Manager Business Critical Systems, wird HP noch für mindestens zehn Jahre auf die einst mit Intel gemeinsam entwickelten Prozessoren setzen.

Außerdem kündigt HP AllianceONE an. Dabei handelt es sich um ein Programm für Softwareanbieter und Systemintegratoren, die Angebote für und mit HPs Server-, Storage- und Netzwerkprodukten entwickeln. Unter dem Schirm von AllianceONE vermarktet der Hersteller Produkte seiner Partner. Als Ort für die Präsentation wählte HP seine mittlerweile zum dreizehnten Mal, diesmal in Frankfurt/Main stattfindende Hausmesse Tech@Work. (Nikolai Zotow) / (rh)