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Hitachis Lesegerät und SDK für biometrische Venenerkennung verfügbar

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Ab sofort ist Hitachis Lesegerät für die berührungslose Erkennung des individuellen Venenmusters im Finger auf dem europäischen Markt erhältlich. Für den ausländischen Markt hat der Hersteller eine eigene Variante der in Japan etwa für den Zugang zu Geldautomaten eingesetzen Technik entwickelt. Das Produkt dient der Authentifizierung und Zugriffskontrolle zum heimischen und zum Firmenrechner. Speziell für Letztere und die Integration in Unternehmensanwendungen liefert Hitachi ein Software Development Kit mit.

Laut Hersteller hat das Verfahren gute Erkennungsraten bei niedrigen Fehlerquoten. Es funktioniert, indem eine Lichtquelle am Scanner infrarotnahe Strahlen auf den Finger aussendet, wodurch der Verlauf der Venen durch die Lichtabsorption des Hämoglobins im Blut sichtbar wird. Eine in den Scanner integrierte Kamera nimmt diese "Landkarte" auf, das System extrahiert das bei jedem Menschen eindeutige Muster und erstellt daraus ein Template für die spätere Authentifizierung. Diese erfolgt laut Hitachi innerhalb sehr kurzer Zeit.

Gegenüber der herkömmlichen Fingerabdruckerkennung hat die Venenerkennung den Vorteil, dass sich die erforderlichen Informationen nicht wie Fingerabdrücke von jedem Gegenstand abnehmen und so potenziell fälschen lassen. Die berührungslose Erkennung erfreut sich daher nach Aussagen des Unternehmens in Japan großer Akzeptanz bei den Nutzern. Ein ähnliches Verfahren hatte in den letzten Jahren auch Fujitsu vorgestellt, es beruht auf der Erkennung der Venenlandschaft in der Handinnenfläche.

Siehe dazu auch: Venenmuster als Alternative zum Fingerabdruck auf heise Security. (ur)