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iX Magazin

IBM feiert 50 Jahre Mittlere Datentechnik

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Hier bauen Techniker IBMs 1401 in einer Montagehalle zusammen.

(Bild: IBM)

Mehr als 12.000 Systeme vom Typ 1401 hat IBM nach dessen Einführung am 5. Oktober 1959 verkaufen können – für die damalige Zeit eine beachtliche Zahl. Der Rechner war ursprünglich als schnelles Satelliten-System für die Ein- und Ausgabe von Daten konzipiert, um die damaligen IBM 7000er-Großrechner von diesen zeitaufwendigen Prozeduren zu entlasten. Die Schaltkreise der IBM 1401 bestanden aus einzelnen Transistoren, zum Speichern der Daten diente ein sogenannter Kernspeicher, in dem magnetisierte Metallringe die Bits über die Ausrichtung ihres Magnetfeldes speicherten. Die IBM 1401 konnte mit variablen Wortlängen arbeiten und nutzte als Ein-/Ausgabegeräte Kartenleser beziehungsweise -stanzer oder Magnetbänder.

Anwender erkannten aber schnell Möglichkeiten des Systems, es an eigene Betriebsanforderungen sowie Anwendungen anzupassen und nutzten es als eigenständige Datenverarbeitungsmaschine. Allein 900 IBM 1401 waren in der Bundesrepublik Deutschland installiert und kamen in fast allen Branchen zum Einsatz. Sie ersetzten vor allem die alten Lochkartenanlagen, die einfache Methoden wie das Sortieren oder Selektieren beherrschten.

Das Haus zur Geschichte der IBM Datenverarbeitung in Sindelfingen hat zum 50. Jahrestag der 1401 eine Dokumentation veröffentlicht. Außerdem zeigt es das weltweit einzige noch betriebsfähige
1401-System mit Lochkarten-, Magnetband- und Magnetplatteneinheit. (rh)