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IBM gibt Informix 11 frei

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Das im Februar als Beta-Version vorgestellte Informix 11 ist fertiggestellt. Neuerungen gibt es unter anderem beim Clustering und bei der Verfügbarkeit: Mehrere Server können jetzt auf den Datenbestand einer Festplatte zugreifen. IBM sieht diese Cluster-Funktion als Schritt in Richtung einer mit Oracles RAC (Real Application Cluster) vergleichbaren Technik.

Aus DB2 Version 9 übernimmt Informix feinere Einstellungsmöglichkeiten für die Zugriffskontrolle. Das "label based access control" (LBAC) genannte Verfahren verwendet Sicherheitsrichtlinien (security policies) und aus ihnen abgeleitete Sicherheitskennzeichen (security labels) für die Festlegung von Schreib- und Leserechten. Hierbei werden Spalten und/oder Zeilen der Tabelle mit Kennzeichen (Label) versehen, die bestimmte Rechte gewähren. Benutzer bekommen diese Kennzeichen zugeordnet. Dadurch lassen sich Zugriffsrechte bis auf einzelne Datenwerte (cells) hinunter spezifizieren und in Hierarchien (trees) sowie Mengen (sets) organisieren.

Für Administrationsaufgaben stellt Informix 11 eine SQL-Schnittstelle bereit. Dadurch können Anwendungen selbst Verwaltungsaufgaben ausführen, sodass für ihren Betrieb kein Datenbankadministrator erforderlich ist. Ein Beispiel für die Verwendung der Administrations-API ist das mitgelieferte phpIDSAdmin, mit dem sich Informix-Instanzen per Browser verwalten lassen. IBM will dieses Werkzeug als Open-Source freigeben.

Entwickler bekommen ebenfalls neue Funktionen an die Hand. So lassen sich Tabelleninhalte als XML-Dokumente exportieren, abgeleitete Tabellen (derived tables) können im FROM-Teil eines SELECT stehen und es sind mehrere Trigger pro Aktion zulässig. Ein Datablade implementiert hierarchische Datenstrukturen und könnte ein erster Schritt in Richtung objekt-relationales Mapping für Informix sein. Hinzugekommen ist ein Treiber für Ruby, der Informix für Ruby-on-Rails-Anwendungen erschließt. (ck)