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iX Magazin

IBM stellt Entwicklern Power-Server in der Cloud zur Verfügung

Knapp ein halbes Jahr nach der Ankündigung, eine Milliarde in Linux auf Power zu investieren, lässt IBM Taten folgen. Über die Power Development Cloud können Entwickler kostenlos auf Power-Server zugreifen.

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Vor fünf Monaten hatte IBM angekündigt, erneut eine Milliarde Dollar in die Linux-Entwicklung zu stecken – auf der hauseigenen Power-Architektur. Inzwischen hat Big Blue mit der Power Development Plattform (PDP) für das Projekt auch Ressourcen bereitgestellt. Anwendungsentwicklern erhalten – nach einer Registrierung für eine IBM ID – jetzt kostenfrei Zugang zu Power-Servern in der Cloud, auf denen sie ihre Software entwickeln und testen können. IBM hofft, damit vor allem Linux-Programmierer zu motivieren, offene, kollaborative Applikationen für Big-Data-, Mobile- und Social-Business-Computing zu entwickeln.

Über das PartnerWorld-Programm können sich Entwickler Remote-Zugänge zum PDP mit aktuellen POWER7- und POWER7+-Servern reservieren. Die sind auch die Basis der aktuellen Watson Cognitive Computing Systems, für die IBM kürzlich eine eigene Gruppe gegründet hat. Per Default können sie die in IBMs Power Development Cloud laufenden Server 14 Tage vollständig nutzen, danach ist ein erneutes Reservieren erforderlich. Nutzer können fast vollständig über die Systeme verfügen, lediglich den Zugriff auf die Hardware Management Console (HMC) und den Virtual I/O Server (VIOS) hat IBM gesperrt.

Michael Rhodin, Senior Vice President der neu gegründeten IBM Watson Group.

(Bild: Foto: IBM)

Hardwaremäßig sind die Systeme mit ein bis zwei CPUs, 2 bis 6 GByte RAM und 35 GByte (IBM i: 100 GByte) Storage ausgestattet. Für Änderungen muss man zusätzliche Promotional Codes beantragen. Als Betriebssysteme können die Entwickler zwischen AIX 6.1/7.1, IBM i 6.1.1/7.1 (einst OS/400) und Linux (SLES 11, RHEL6) wählen. Für Letztere gibt es ein Porting-Image, das bereits mit DB2 10.x, WebSphere 8.5.5 und aktuellen Linux-Entwicklertools für Power ausgestattet ist. Über den IBMs Software Group Access Catalog lassen sich bei Bedarf weitere Anwendungen ergänzen. Ausführliche Details zu Konditionen, Ausstattung und Software finden sich auf der PDP-Startseite, beispielsweise in den FAQs [PDF]. (avr)