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IBM und AMD bauen hybriden Supercomputer

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Seit Monaten läuft der Wettstreit um den Zuschlag für den neuen Roadrunner am Los Alamos National Laboratory (LANL). Nun hat IBM wohl mit einem hybriden Konzept das Rennen gemacht – wie the register meldet. Der neue Supercomputer soll Opteron-CPUs von AMD sowie IBMs Cell-Prozessor nutzen, an dessen Entwicklung außerdem Sony und Toshiba beteiligt sind. Damit käme ein groß angelegter Einsatz des viel diskutierten Spezial-Prozessors zustande, der unter anderem in der Playstation 3 werkeln soll, deren Starttermin Sony zumindest für Europa just aufs nächste Jahr verschoben hat.

Für das High Perfomance Computing (HPC) ist der Einsatz von hybriden Superrechnern nicht neu. Sun hatte bereits vor zwei Jahren seine ClearSpeed-Coprozessor-Karten angekündigt. Für den japanischen Supercomputer am Tokyo Institute of Technology hatte Sun den Einsatz von ClearSpeed geplant. Die Top500-Resultate kamen jedoch ohne die Zusatzprozessoren zustande.

AMD hat im Juni seine Torrenza-Plattform angekündigt, bei der die Anbindung von Koprozessoren über HyperTransport möglich werden soll.

Mit dem Roadrunner hoffen die Verantwortlichen am LANL, wieder einen der schnellsten Rechner auf der Welt betreiben zu können. In den letzten Jahren war das Institut in den Top500 mit seinem Alpha-Server ASCI Q erst auf Platz 25 zu finden. Die nationale Forschungseinrichtung in New Mexico hatte in den letzten Jahren eine Reihe ihrer besten Computerwissenschaftler verloren. (rh)