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IBMs i-Server mit Power6-Prozessor

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Einen speziell auf den Mittelstand zielenden neuen Server aus der System i-Reihe stellte IBM in einer telefonischen Pressekonferenz vor. Er soll unter der aktuellen Version des Betriebssystems i5/OS V5R4 laufen. Die Arbeit erledigt ein 4,7 GHz schneller Power6-Prozessor. Das neue System i570 erlaubt den Betrieb von bis zu 160 getrennten virtuellen Serverpartitionen, auf denen Transaktions-, Kollaborations- und Webapplikationen laufen können.

Gleichzeitig präsentierte das Unternehmen eine neue Preisstruktur für i5/OS. Anstelle der alten Unterteilung in Standard- und Enterprise-Edition setzt es auf eine modulare Struktur: Der Anwender nimmt sich die benötigten Module im Baukastensystem. Der i570 soll am 4. September verfügbar sein. Als Einstiegspreis gibt IBM 165.000 US-$ an. Für Nutzer der Servermodelle 825, 870, 890, 550 und 570 mit Power5 sind Systemupgrades erhältlich.

Neben der Vorstellung des Servers bot IBM einen Ausblick auf die Eigenschaften der neuen Version des Betriebssystems i5/OS. Das Release V6R1 wird mit Neuerungen in der Virtualisierung aufwarten. Eine i5/OS-Partition kann nun auch Speicher für eine andere bereitstellen. Es ist nicht mehr erforderlich, dedizierte Hardware für andere Partitionen vorzuhalten. Ferner soll das neue Release über eine Verschlüsselung von Platten- und Bandspeicher und verbesserte Utilities zur Anwendungseinführung und Integration mit Webservices sowie einen integrierten Web-Applikationsserver verfügen. Laut IBM erleichtert dieser die Einführung von Java-Applikationen und belegt nur wenige Systemressourcen. Das Release V6R1 des i5/OS ist im Lauf des Jahres 2008 verfügbar.

Ebenfalls in der Pressekonferenz kündigte IBM an, seine Datenbank DB2 mit MySQL zu koppeln: DB2 soll als Backend für die freie Datenbank fungieren. Diese Anpassung soll im nächsten Jahr beendet sein. Eine MySQL-Version für i5/OS gibt es bereits jetzt.

(Nikolai Zotow) (Nikolai Zotow) / (ck)