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ICINGA: Abspaltung von Nagios vollzogen

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Unter dem Namen ICINGA hat eine Gruppe von Nagios-Enthusiasten, -Plug-in-Entwicklern rund um den auf Nagios-Lösungen spezialisierten Open-Source-Dienstleister Netways einen Fork des populären freien System-Monitoring-Tools ins Leben gerufen. Dabei haben sich die Entwickler vollständige Kompatibilität zum Vorgänger auf die Fahnen geschrieben. Als Erstes wollen sie einige schon länger in der Warteschlange stehende Bugfixes und Verbesserungen umsetzen. Plug-ins von Drittanbietern sollen sich über eine standardisierte API zukünftig besser in das Monitoring-Framework einbinden lassen.

Auslöser für den Fork sei die Unzufriedenheit über die langsame Umsetzung von Benutzeranfragen im Nagios-Kern gewesen, heißt es auf der Webseite des Projekts. Den Flaschenhals stellen die Nagios-Kern-Entwickler um Chefentwickler Ethan Galstad dar, der diesen Teil der Entwicklung überwiegend allein bewältigt und der mit der schnellen Weiterentwicklung auf der Seite der Plug-ins wohl nicht mehr Schritt halten konnte. Die Versuche, diese Probleme innerhalb des Nagios-Projekts zu lösen, waren, wie Netways-Chef Julian Hein in einem Interview berichtete, nicht von Erfolg gekrönt, weshalb man sich zu einem Fork entschlossen habe. Netways betreibt die Nagios-Portale NagiosExchange, NagiosForge sowie NagiosWiki.

Die ersten Releases will ICINGA Ende des Monats freigeben, als Termin für die erste stabile Version gibt das Projekt derzeit den 28. Oktober an. Die Entwickler wünschen sich einen regen Austausch mit der Benutzer-Community und haben dafür ein Blog sowie einen Twitter-Channel eingerichtet. (avr)