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Italienische Militärverwaltung wechselt zu LibreOffice

Zusammen mit zwei externen Dienstleistern wird das italienische Verteidigungsministerium 150.000 PCs auf LibreOffice umstellen. Parallel dazu erfolgt der Umstieg auf ODF als Standarddokumentenformat.

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Sonia Montegiove (LibreItalia) und Konteradmiral Ruggiero Di Biase

Sonia Montegiove (LibreItalia) und Konteradmiral Ruggiero Di Biase unterzeichneten in Rom die Verträge.

(Bild: The Document Foundation)

Das italienische Militär setzt eine gesetzliche Vorgabe für Open-Source-Software als Ersatz für proprietäre Anwendungen um und wird 150.000 PCs in der Militärverwaltung auf das freie LibreOffice umstellen. Für die Durchführung des Umstiegsprojekts holte man sich LibreItalia, einen Verband italienischer LibreOffice-Verfechter ins Boot. LibreItalia-Präsidentin Sonia Montegiove und Konteradmiral Ruggiero Di Biase, verantwortlicher für die IT-Systeme des italienischen Verteidigungsministeriums, unterzeichneten am Mittwoch in Rom die entsprechenden Verträge.

Das Projekt wird im Oktober beginnen und soll bis Ende 2016 abgeschlossen werden. LibreItalia soll im Rahmen des Projekts bei den Militärs zunächst LibreOffice-Trainer ausbilden. Gemeinsam sollen dann für den Umstieg Online-Schulungen entstehen, die unter der Creative-Commons-Lizenz CC0 als Public Domain an die Community zurück fließen sollen.

Als logische Folge des Umstieg wechselt das Verteidigungsministerium, ähnlich wie die britische Regierung, bei den standardmäßig eingesetzten Dokumentenformaten auf das Open Document Format (ODF). Nach dem traditionell Open-Source-affinen Frankreich, wo allein im Verantwortungsbereich des Innenmisteriums rund 240 000 Arbeitsplätze LibreOffice nutzen wird am Ende des italienischen Projekt die zweitgrößte LibreOffice-Installation in Europa sein. (avr)