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Jeder kann zum Spammer werden

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E-Mail-Anwender können mit allerlei Vorsichtsmaßnahmen beim Einrichten und Verwenden ihrer Adressen den Spam-Anteil in ihren eigenen Postfächern verringern. Wer etwa statt des eigenen Namens ausgedachte Adressen mit ungebräuchlichen Zeichen wie "=" oder "+" verwendet, erhält selten unerwün­schte Post. Auch das Beschränken auf eine einzige Mail-Adresse hilft, die Spam-Flut einzudämmen – auch wenn es schwer fallen mag, sich für E-Mail auf eine von mehreren eigenen Domains zu beschränken. Diese und weitere Maßnahmen fasst die iX in der heute erscheinenden Ausgabe 1/2008 zusammen.

Zur Sprache kommt außerdem eine weniger bekannte Nebenwirkung schlichter Adressen, besonders bei Anbietern kostenloser Mail-Dienste wie GMX, Web.de oder Freenet. Deren Besitzer müssen sich darüber im Klaren sein, dass es nicht nur leicht zu Verwechslungen kommen kann, sondern dass solche Adressen in der Regel Vorbesitzer hatten und somit umgehend nicht nur zum Ziel von Spam, sondern zum Beispiel auch von Mails werden können, die der Vorbesitzer als erwünscht angesehen hätte. Wie man in solchen Fällen mit Rechnungen, Liebesbriefen oder kriminellen Inhalten umgehen sollte und warum sich Absender nicht mit Standardfloskeln am Ende der Mail vor den Folgen von Irrläufern schützen können, beschreibt die iX aus juristischer Perspektive.

Ebenfalls noch wenig bekannt scheint die Tatsache zu sein, dass jeder Internet-Anwender, ob mit eigener Mail-Adresse ausgestattet oder nicht, zur Quelle unerwünschter Aussendungen werden kann. Schadsoftware kann den PC vom Besitzer unbemerkt zum ferngesteuerten Spam-Server machen. Hier helfen die üblichen Maßnahmen gegen PC-Verseuchung: Keine Mail-Anhänge aus unbekannter Quelle öffnen, keine Software zweifelhafter Herkunft installieren und einen aktuellen Malware-Scanner einsetzen. Und wenn der PC nur während der Arbeitszeit und nicht rund um die Uhr läuft, spart das nicht nur rund 75 Prozent der Energie, sondern mindert auch mögliche Verseuchungsfolgen.

Darüber hinaus sollten niemals automatisierte Antworten wie Urlaubshinweise oder Unzustellbarkeitsnachrichten an als Spam erkannte Mails hinausgehen. Solcher "Collateral Spam" (auch "Backscatter" genannt) kann genau wie jede andere unerwünschte Mail dazu führen, dass der eigene Mailserver auf Blacklists erscheint und dann nicht einmal mehr erwünschte Mails versenden kann. Wer selbst mithilfe von Blacklists den Spam-Eingang auf seinem Mailserver eindämmen möchte, findet in der iX einen Überblick über einige bekannte Vertreter und welche sich sinnvoll miteinander kombinieren lassen. (un)