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Juniper veröffentlicht neue Switches und Dienste für die Multicloud

Eine Cloud allein macht nicht glücklich, also erweitert Juniper Networks das eigene Portfolio, um Unternehmen den Umzug in die Multicloud zu erleichtern.

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Juniper veröffentlicht neue Switches und Dienste für die Multicloud

(Bild: Juniper Networks)

Mit mehreren neuen Ankündigungen in den Bereichen Rechenzentrum, Campus, Branch und Cloud will Juniper seinen Kunden mehr Optionen an die Hand geben: Trotz des Einsatzes externer Dienste sollen sie nicht von einem Anbieter abhängig sein, hierfür müssen ihre gebuchten Cloud-Dienste aber sicher und leicht miteinander kommunizieren können.

Im RZ-Bereich veröffentlicht Juniper drei neue Modelle der QFX Familie: Die QFX10002-60C mit bis zu 60 100-Gbit-Ports eignet sich sowohl für den Einsatz als Leaf oder Spine Switch also auch als Data Center Interconnect Device. Die beiden Neulinge der QFX5000-Serie sind die QFX5210-64C mit 64 100-Gbit-Ports, gedacht als Spine Switch und die QFX5210-48Y mit 48 25-Gbit-Ports, verwendbar als Top-of-Rack Switch.

Für die QFX10000-Serie hat Juniper die neue QFX-MACsec-Karte mit 30 100-Gbit-Ports vorgesehen, die den Verkehr verschlüsseln kann. Dies eignet sich für den Einsatz beim Data Center Interconnect, um den Verkehr zwischen den Rechenzentren abzusichern.

Außerdem erscheinen die neuen Multigigabit-Switches (1 Gbit, 2,5 Gbit und 10 Gbit) der Serien EX2300 und die EX4300 mit MACsec-Support. Die EX4300 mit Multigigabit, PoE++ und 100-Gbit-Uplink-Port sowie MACsec-Support stellen die passenden Gegenspieler für die MACSec-fähigen RZ-Switches dar.

Die neue EX9250 ist ein ein kompakter Enterprise Core Switch mit bis zu 4,8 Tbit/s Durchsatz. Dieser Switch bietet sowohl EVPN als auch VXLAN und kann als Aggregator mit Junos Fusion Enterprise die von Satellite Devices zur Verfügung gestellten Ethernet Ports zentral zusammenfassen. Damit reduziert sich die Komplexität eines geswitchten Campus-Netzwerkes, da Techniken wie Spanning Tree nicht mehr gebraucht werden.

Im Branch-Segment und für KMU hat Juniper die NFX150 Network Services angekündigt. Sie bietet neben den gängigen Ethernet Ports 4G und LTE. Neben Junipers eigenen Virtual Network Functions (VNF) wie der virtuellen Firewall vSRX laufen auf ihr auch VMs von Drittanbietern. Die NFX150 gibt es auch gebündelt mit Junipers SRX Security-Plattfom und der passenden Orchestration-Software unter dem Namen Contrail SD WAN.

Mit Sky Enterprise führt Juniper eine Cloud-basierte Management-Plattform für Switches, Firewalls und Wireless Access Points von Aerohive ein, die dem Netzwerkbetreiber die Deployment- und Konfigurationsaufgaben erleichtern soll. Für die sichere Verbindung in die Cloud liefert Juniper für AWS und Azure die virtuellen Dienste vSRX Virtual Firewall und vMX Virtual Router, mit denen Nutzer IPSec-Tunnel zu den beiden Anbietern automatisiert zwischen dem Rechenzentrum und der virtuellen privaten Cloud umsetzen können. Sie arbeiten mit den Automatisierern CloudFormation, Ansible Playbooks und TerraForm zusammen. (Udo Steinegger) / (fo)