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KI in allen Apps: Amazon veröffentlicht Lex für Drittentwickler

Lex, die Software hinter Amazons digitaler Assistentin Alexa, können App-Entwickler künftig auch für eigene Anwendungen einsetzen. Der Cloud-Dienst soll per Sprach- und Texterkennung zuvor spezifizierte Anfragen von Nutzern abarbeiten.

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Ab sofort steht Lex allgemein für Drittentwickler zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um Amazons KI-Software, die als Basis der digitalen Assistentin Alexa zum Einsatz kommt. Designer von Apps sollen so ihre Anwendungen um Funktionen zur Sprach- und Texterkennung (Automatic Speech Recognition – ASR und Natural Language Understanding – NLU) erweitern können.

Zunächst müssen Entwickler Lex mit den gewünschten Fragen füttern. Hierbei kann es sich zum Beispiel um einen zu buchenden Flug oder das momentane Wetter handeln. Ferner müssen sie notwendige Informationen spezifizieren. Bei einem Flug wären dies das gewünschte Datum und Ziel. Abschließend soll Lex die Fragen erkennen, gegebenenfalls nach weiteren Daten fragen und schließlich die richtige Antwort geben können.

Lex soll zudem Informationen aus weiteren Diensten per AWS Lambda extrahieren können. Hierbei kann es sich um Unternehmensanwendungen, AWS-Software wie DynamoDB oder SaaS-Programme wie Salesforce handeln. Die fertigen Apps sollen auf dem Smartphone, in IoT-Geräten oder als Teil von Chat-Diensten wie Facebooks Messenger oder Slack laufen. Weitere Details finden sich in der Meldung des Konzerns.

Zu Beginn ist Lex als Cloud-Dienst aus der Region US East (N. Virginia) verfügbar. App-Entwickler müssen dem Konzern pro Sprachanfrage 0,004 US-Dollar und Textnachricht 0,00075 US-Dollar bezahlen. (fo)