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Kein Qt für Nokias Windows-Telefone

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Wenig überraschend hat Nokia angekündigt, dass Software für zukünftige Windows-Smartphones der Firma nicht mit dem freien Toolkit Qt entwickelt werden wird. In einem Brief erläutert die für die Entwicklergemeinde zuständige Purnima Kochikar die Aussichten: Qt werde "weiterhin das Entwicklungsframework für Symbian sein. Nokia wird Symbian auf weiteren Geräten einsetzen sowie strategische Anwendungen in Qt für die Symbian-Plattform schreiben und Anwendungsentwickler ermutigen, dasselbe zu tun." Jetzt schon gebe es 200 Millionen Symbian-Nutzer weltweit und das Unternehmen plane, weitere 150 Millionen Geräte mit diesem Betriebssystem zu verkaufen.

Auch das "in diesem Jahr" kommende erste MeeGo-Gerät werde mit Qt-Anwendungen "kompatibel" sein. Dadurch stehe Qt-Entwicklern eine weitere Zielplattform zur Verfügung. Software für Windows-Geräte, so Kochikar, sollen mit den von Microsoft kostenlos bereitgestellten Werkzeugen, Visual Studio 2010, Expression, Silverlight und dem XNA-Framework geschrieben werden.

Qt ist ein unter der LGPL und einer kommerziellen Lizenz stehendes C++-Framework, das es für Linux, Windows, Mac OS X und Mobilbetriebssysteme gibt. Der Linux-Desktop KDE baut darauf auf. Qt wurde ursprünglich von der norwegischen Firma Trolltech entwickelt, die Nokia vor drei Jahren übernahm. (ck)