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Kodiermethode RLNC soll das Netz beschleunigen

Messungen mit neuer Version eines Kodierverfahrens zeigen, wie sich die Datenübertragung im Netz beschleunigen lässt.

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Random Linear Network Coding (RLNC) heißt das Verfahren, das beim En- und Dekodieren die Datenübertragung im Netz in Fahrt bringen soll. Bei der üblichen Flusskontrolle können immer Fehler oder Datenverluste auftreten, die ein erneutes Übertragen von Paketen erfordern.

Das von Wissenschaftlern entwickelte RLNC soll ohne solche Rückgriffe auskommen. Es vermeidet Einbrüche im Durchsatz und verringert Wartezeiten in Anwendungen, indem es fehlende Informationen durch Korrekturverfahren regeneriert.

Das Kodieren mit dem RLNC-Verfahren in der Kodo-Library schlägt hier den Reed-Solomon-Code.

(Bild: Code On Technologies)

Mit der jüngst im Mai 2014 fertiggestellten Version 17 der Bibliothek Kodo von Steinwurf ApS zeigten Untersuchungen einen erheblichen Geschwindigkeitsvorsprung gegenüber anderen Methoden. Verglichen wurde das Verfahren mit dem Reed-Solomon-Code. Die Messungen fanden im SAN (Storage Area Network) auf einem Rechner mit Intels Core i7-4770 (3,4 GHz) statt. Die Implementierung des Reed-Solomon-Codes bietet Intel mit seiner Library ISA-L an. Die Open-Source-Variante nennt sich Jerasure.

Bei Steinwurf ApS handelt es sich um einen Ausgründung der Universitäten in Ålborg und Massachusetts aus dem Jahr 2011. Die Untersuchungen hat die US-amerikanische Code On Technologies durchgeführt und veröffentlicht. Die Firma entstand 2003 als Spin-off des Massachusetts Institute of Technology (MIT), des California Institute of Technology (Caltech) und der Ålborg Universität. Das Unternehmen betreibt die Vermarkung des RLNC. (rh)