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iX Magazin

Kommunale Infrastruktur genau dokumentiert

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Wenn Städte und Gemeinden die Kameralistik abschaffen und die aufwendigere Doppik (Doppelte Buchführung in Konten) einführen, müssen sie ihren gesamten Besitz (Straßen, Verkehrsschilder, Parks et cetera) erfassen und bewerten. Die Berliner Firma eagle eye hat dazu ein Straßenerfassungsverfahren entwickelt, mit dem sich angeblich das gesamte Spektrum der für die Doppik nötigen Informationen abbilden lässt. Die erhobenen Daten werden in einer Datenbank abgelegt und sollen so die kommunale Infrastruktur in Bild und Video vollständig und präzise dokumentieren. Auf dieser Basis können die Gemeinden eine monetäre Bewertung ihrer Straßen vornehmen und darauf basierend Investitionsentscheidungen treffen.

Die eagle-eye-Technik gewinnt die Informationen durch digital gestützte Befahrungen. Auch in bergigem Gelände soll das Verfahren zuverlässig arbeiten. Das mobile Erfassungssystem gewinnt Daten mit direktem Lage- und Höhenbezug. Für die Positionsbestimmung arbeiten verschiedene Messverfahren zusammen (GPS, ein inertiales Navigationssystem sowie odometrische Sensoren). Herkömmliche Messmethoden erzeugen laut eagle eye nur Daten, die sich für weitergehende Verwendungen, etwa eine Straßenzustandsdatenbank, kaum eignen. Messräder etwa lieferten keine sauberen Geometriedaten, die den räumlichen Bezug herstellen. Und aus Überfliegungen lassen sich keine Zustandsdaten gewinnen. Einige Gemeinden, etwa Calw, arbeiten bereits mit dem System. (Jürgen Diercks) / (jd)