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Konfigurationsverwaltung Puppet Enterprise 3.7 mit Apps

Puppet Labs setzt bei der kommerziellen Variante seines Werkzeugs zur Konfigurationsverwaltung auf Apps. Nodes lassen sich einfacher gruppieren und mittels Rollen verwalten.

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Puppet Labs hat Version 3.7 des kommerziellen Konfigurationsverwaltungswerkzeugs Puppet Enterprise veröffentlicht. Erstmals können neue Funktionen als Apps nachgerüstet werden, die sich getrennt vom Server aktualisieren lassen. Die erste App ist der neue Node Manager, der das Verwalten sehr vieler Systeme vereinfachen und noch in diesem Jahr zur Verfügung gestellt werden soll. Hosts können nach Merkmalen wie Betriebssystem oder Standort dynamisch gruppiert und mit einer Rolle verknüpft werden.

Ein Beispiel für Role-Based Access Control: Wer die Rolle 'Webentwickler' innehat, erhält lesenden Zugriff auf die Node-Gruppe 'web_app_servers'.

(Bild: Puppet Labs)

Neu ist ebenso eine abgestufte, rollenoriente Zugriffskontrolle (Role-Based Access Controll, RBAC). Damit lassen sich Aufgaben an Personen oder Gruppen delegieren, die sie betreffende Teile der Infrastruktur verwalten dürfen. Der RBAC-Dienst kann gegen Verzeichnisdienste wie Micrsoft Active Directory und OpenLDAP authentifizieren. Künftig sollen andere Apps auf den RBAC-Dienst zugreifen können.

Ein neuer Unterbau des Puppet-Enterprise-Servers setzt auf einen JVM-Stack statt auf den bisherigen Apache/Passenger-Stack. Das Server-Reporting hat der Hersteller ebenfalls verbessert: Ein neuer "Profiler and Metrics Service" überwacht beispielsweise die Auslastung des Servers. In sehr großen Umgebungen (etwa ab 1500 Agent-Nodes) lassen sich weitere Puppet-Master hinzufügen.

Ein neuer Future Parser gibt zudem Ausblick auf künftige Verbesserungen der Programmiersprache Puppet Code. Dazu gehört ein neues System von Datentypen mit Parameterprüfung und bessere Fehlerbehandlung mit mehr Informationen. Templates sollen statt in Ruby in Puppet Code erzeugt werden können und in einem von Puppet verwalteten Container ausgeführt werden. Der Hersteller will Module als "Puppet Approved" kennzeichnen, die bestimmten Anforderungen hinsichtlich Funktion, Design und Dokumentation entsprechen, zudem sollen sie auf Schadcode untersucht werden. Die ersten Module sind bereits als "Puppet Approved" gekennzeichnet.

Die neue Version steht Enterprise-Kunden zur Verfügung, eine kostenlose Demoversion kann bis zu 10 Nodes verwalten. Weitere Details stehen in den Release Notes. Puppet Enterprise erhält seltener Updates als die Open-Source-Variante Puppet, zuletzt erschien im Juli dieses Jahres Version 3.3. (tiw)