Kostenlose Onlineshops: Mehrere Initiativen wollen kleinen Ladenbetreibern helfen

Viele Softwareanbieter instrumentalisieren die Corona-Krise. ePages und andere bieten zur Abwechslung mal etwas Brauchbares an.

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(Bild: dpa, Karl-Josef Hildenbrand)

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ePages, Anbieter von Webshop-Software, möchte Ladenbesitzern, die von Schließung bedroht sind oder schon zumachen mussten, durch die Coronavirus-Krise begleiten. Das Hamburger Unternehmen bietet ihnen das schnelle Erstellen von Onlineshops an, mit denen sie ihr Geschäft virtuell fortführen können. Der Service soll bis mindestens Ende Juni kostenlos sein und auch darüber hinaus, sofern die Verordnungen über Ladenschließungen anhalten oder Risikogruppen weiterhin geschützt werden müssen.

Zwar boomt der Onlinehandel derzeit, der stationäre Handel bekommt davon jedoch nichts ab, sondern muss teilweise um seine Existenz fürchten. Hinter der stayopen-Initiative stehen einige Partner sowie eine belastbare Infrastruktur. Angeblich sollen die Kunden den Shop in 24 Stunden aufsetzen können. In Deutschland gehören zu der Initiative der Zahlungsdienstleister PAYONE, ein Joint Venture der Ingenico Group und des Deutschen Sparkassenverlags, sowie die Payment-Organisation der Volks- und Raiffeisenbanken VR Payment.

Einen ähnlichen Ansatz gibt es bereits unter dem Label "Händler helfen Händlern". Die Pro-Bono-Initiative will von der Schließung aufgrund der Coronavirus-Pandemie betroffenen stationären Einzelhändler ebenfalls beim Aufbau einer Verkaufs- und Lieferinfrastruktur helfen. Dazu soll Einzelhändlern in Deutschland bereits zu Ende März eine technische Plattform auf der Grundlage des Online-Shopsystems Shopware bereitgestellt werden

Einzelheld ist ein weiteres Projekt, das lokalen Einzelhändlern helfen soll, ihre Waren weiter zu verkaufen, ohne dass Geschäft zu öffnen. Laut Anbieter müssen sie nur den Aufwand bewältigen, der bei der Zahlungsabwicklung entsteht. Das Projekt ist in einem viertägigen Hackaton entstanden und seit Montag online. Der Aufwand einen eigenen Shop zu erstellen liegt angeblich bei 10 bis 15 Minuten, die Händler sollen regional in virtuellen Marktplätzen gebündelt werden. (jd)