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Londoner Börse wechselt von .Net zu Linux und Solaris

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Bislang setzt die Londoner Börse LSE (London Stock Exchange) eine auf .Net basierende Handelsplattform ein (TradElect, Infolect sowie andere Anwendungen). Vor allem Kosten- und Performance-Gründe führten dazu, dass sich die Londoner Broker nach Alternativen umgeschaut haben. Nach der Evaluation von zwanzig Alternativen fiel die Wahl auf das Angebot der Firma MillenniumIT, einem in Sri Lanka ansässigen Anbieter von Lösungen für Kapitalmärkte mit rund 300 hochqualifizierten Entwicklern. Zur Sicherung der uneingeschränkten Loyalität der Entwickler kaufte die LSE kurzerhand die Firma für rund 30 Millionen Euro – quasi ein Schnäppchen im Vergleich zu den 65 Millionen, die das Vorgängerprodukt gekostet hat.

Mit dem Umstieg auf die neue Handelsplattform steht auch ein Wechsel der Server-Infrastruktur an. Die MillenniumIT-Anwendungen laufen nicht unter Windows, sondern unter Linux und Solaris. Der Wechsel soll in den kommenden 18 Monaten erfolgen. Durch den Kauf der Entwicklungsfirma sieht sich die LSE für das in den nächsten Jahren erwartete starke Wachstum im Handelsvolumen gut gerüstet.

(avr)