Los Angeles beklagt Sicherheitsprobleme bei Googles Cloud

Da Los Angeles nicht mit der Sicherheit von Googles Cloud-Produkten zufrieden ist, nutzt die Stadt diese Dienste nicht für alle Mitarbeiter. Sie fordert nun Schadensersatz in unbekannter Höhe.

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Von
  • Christian Kirsch

Was zunächst aussah wie ein großer Erfolg für Google, könnte sich jetzt als Ärgernis herausstellen: Im September 2009 hatte das Unternehmen mit der Stadt Los Angeles vereinbart, deren Installation von Novells GroupWise durch Cloud-Dienste zu ersetzen. Für gut 7 Millionen US-Dollar sollten 30 000 Arbeitsplätze umgestellt werden.

Davon bleibt jetzt gut die Hälfte übrig. Denn für sicherheitsrelevante Anwendungen etwa bei der Polizei (LAPD) seien Googles Angebote nicht sicher genug, schreibt (PDF) die Stadt in einem Brief (PDF) an das mit der Umstellung beauftragte Unternehmen CSC. Da nun rund 13 000 Arbeitsplätze nicht umgestellt werden, solle Google der Stadt die Kosten für den GroupWise-Betrieb erstatten.

Worin genau die Sicherheitsbedenken des LAPD und der anderen Behörden bestehen, geht aus dem Schreiben nicht hervor. Fragen dazu gab es jedoch schon kurz nach Vertragsabschluss im Oktober 2009. Einem Bericht von Ars Technica zufolge wehren sich CSC und Google gegen die Vorwürfe. Die Stadt habe nach Vertragsabschluss "entscheidende neue Sicherheitsanforderungen für die Polizei" definiert. Man arbeite daran, diese umzusetzen. Google verwies darauf, dass Los Angeles den Vertrag über 17 000 Arbeitsplätze vor kurzem verlängert habe. (ck)