Marketing in sozialen Netzen nicht beliebt

Anders als Marketingverantwortliche stehen Kunden den Aktivitäten von Unternehmen in sozialen Netzen eher skeptisch gegenüber.

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Von
  • Henning Behme

Laut einer von Pitney Bowes Software beauftragten Studie, durchgeführt von den Marktforschern Vanson Bourne, wollen Entscheidungsträger künftig einen zunehmenden Anteil ihres Marketingbudgets in soziale Netze investieren – in Deutschland fast ein Viertel (23 %), in Großbritannien annähernd die Hälfte (47 %). Anders als die Marketiers setzen Kunden anscheinend weniger Vertrauen in die sozial-medialen Aktionen von Unternehmen. Nur ein Viertel der Befragten nutzt soziale Netze für Firmenkontakte. Eine Mehrheit von 78 % bevorzugt dort die Kommunikation im privaten Umfeld.

Als Konsequenz heißt es bei Pitney Bowes Software, dass Unternehmen sich darauf konzentrieren sollten, die Bedürfnisse und Vorlieben der Kunden herauszufinden, sich um "wirksame Messverfahren" zu bemühen und ihre Marketingaktionen zu überprüfen. So halten zwar zwei Drittel der befragten Marketing-Vertreter ihre Kampagnen für wirksam, aber nur ein Drittel glaubt, Investitionen mit der Rentabilität der Maßnahmen verbinden zu können. Ebenso viele vertrauen der Qualität der eigenen Messverfahren nur bedingt oder setzen nach eigenen Angaben keine Messverfahren ein.

Schon bei der Wahl der Netze gehen Marketing und private Internetnutzer unterschiedliche Wege. Zwar ist Facebook bei beiden Nummer eins, aber danach kommen bei den Kunden StayFriends und YouTube, Bei den Marktprofis steht Xing in höherer Gunst.

Vanson Bourne hatte im August/September dieses Jahres 300 Führungskräfte sowie 3000 Erwachsene in Australien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA befragt. (hb)