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Mehr Adressen für Container von Canonical

Beim Einsatz von vielen Containern greifen Unternehmen oft auf SDN-Ansätze zurück. Einen alternativen Ansatz, der viele Adressen ohne großen Overhead zur Verfügung stellen soll, hat Canonical mit Fan entwickelt.

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Für Unternehmen, die in ihrem Netzwerk viele Container einsetzen, hat Canonical ein System namens Fan entwickelt, mit dem Adressen vervielfacht werden können. Es soll die verfügbaren Adressen in einer Umgebung laut Angaben der Firma um den Faktor 250 erweitern. Gleichzeitig geben die Betreiber der Ubuntu-Distribution an, dass es sich nicht um ein Software-Defined Network (SDN) handele.

Zum Einsatz kommt dafür ein Overlay, bei dem das System einen /16- in einen /8-Block packt. Jeder IP-Adresse des Host entsprechen so 253 Adressen im /16-Block. Die Umgebung muss sowohl den Underlay- als auch den Overlay-Bereich kennen, um eine Maschine zuweisen zu können. Eine Maschine, die mit einer anderen kommunizieren will, schickt ihre Daten an eine Adresse, die Fan packt, an die richtige Adresse im Underlay-Bereich weiterleitet und dort entpackt und dem ursprünglichen Ziel zugewiesen wird.

Fan eignet sich für komplette Maschinen wie mit Ubuntus LXD oder Container für Anwendungen wie Docker und Rocket. Im Vergleich zu anderen SDN-Ansätzen soll das System schnell bleiben, Canonical will zwischen zwei Docker-Containern auf unterschiedlichen Hosts eine Geschwindigkeit von 5 Gbps gemessen haben. Interessierte können sich in einem Wiki-Artikel über Details informieren. (fo)