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Mehr NoSQL für MySQL

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Auf der in dieser Woche stattfindenden MySQL-Anwenderkonferenz stellt Oracle eine Laborversion der freien Datenbank vor. Sie enthält unter anderem Verbesserungen des Optimierers, sodass bestimmte Abfragen schneller ausgeführt werden, und integriert memcached sowohl in einzelnen Servern als auch in Clustern. Memcached hält seine Daten als Schlüssel und Werte komplett im RAM. Dadurch sind die Zugriffe wesentlich schneller als bei der üblichen Speicherung auf Festplatten.

Ein Plug-in ermöglicht den Zugriff auf MySQL-Daten per memcached.

(Bild: innodb.com)

Dadurch läuft die NoSQL-Technik innerhalb des MySQL-Serverprozesses, was die Latenz von memcached-Abfragen reduzieren soll. Sie verwendet auf den Einzelrechnern bislang nur eine InnoDB-Tabelle, in Zukunft sollen mehrere möglich sein. "Schlüssel" und "Wert" in memcached sind jeweils Spalten dieser Tabelle. Als Wert eines memcached-Schlüssels lassen sich mehrere Spalten definieren; ein frei wählbares Zeichen fungiert als Trenner zwischen ihren jeweiligen Einträgen. Da die Daten in einer InnoDB-Tabelle liegen, sind sie auch mit SQL-Befehlen abzufragen und zu bearbeiten. Bislang gibt es den integrierten memcached-Daemon nur für Linux. Ein Eintrag auf dem InnoDB-Blog beschreibt Installation und erste Schritte damit. Alternativ lässt sich memcached in einer Cluster-Installation von MySQL nutzen, wie ein weiterer Blog-Beitrag beschreibt. (ck)