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Gegen Patent-Trolle: Mehr Patente für Microsofts Azure-Kunden

Microsoft stockt sein Programm "Azure IP Advantage" zum Schutz geistigen Eigentums in der Cloud auf.

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Auch wer Software mithilfe von Cloud-Diensten wie Azure feilbietet, riskiert, von sogenannten Patent-Trollen verfolgt zu werden. Die Plattformanbieter übernehmen in der Regel einige der damit verbundenen Risiken und unterstützen ihre Kundschaft beim Abwehren der Forderungen Dritter.

Microsoft hat nun 500 weitere Patente im Rahmen seines vor zwei Jahren aufgelegten Programms Azure IP Advantage mit dem Ziel freigegeben, die Azure-Kunden besser vor juristischen Scharmützeln und unberechtigten Schadenersatzforderungen zu schützen. Laut dem Unternehmen besteht die Zielgruppe der neuen Patente insbesondere aus Start-ups, die Anwendungen für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) mit Azure IoT entwickeln.

Laut Microsoft ist die Zahl der IoT-bezogenen Patentstreitigkeiten in den USA zwischen 2013 und 2018 auf mehr als das Fünffache gestiegen – offenbar einer der Gründe, warum das Unternehmen vor wenigen Monaten dem Open Invention Network (OIN) sowie dem License on Transfer (LOT) Network beigetreten ist.

Während das OIN besonders dem Schutz der Open-Source-Community dient, sind im von Red Hat ins Leben gerufenen LOT Network zahlreiche große Unternehmen vertreten, die sich gegenseitig mit juristischen Mitteln vor Angriffen durch Patent-Trolle schützen. Häufig nutzen diese die Patente gar nicht für eigene Produkte, sondern nur zu dem Zweck, andere Firmen mit Lizenzforderungen zu konfrontieren. (un)