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iX Magazin

Micro-Blogging ist mehr als ein Modetrend

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Ob E-Mail-Nutzer in absehbarer Zeit eine ähnliche Altersstruktur wie Tagesschau oder Heute aufweisen, ist derzeit nicht absehbar. Zu beobachten ist aber, dass die jüngste Internet-Generation überproportional häufig Instant Messaging und soziale Netze nutzt. Mikro-Blogging, wie es der Online-Dienst Twitter etabliert hat, dürfte dabei nicht nur ein flüchtiger Web-2.0-Trend sein, sondern einen festen Platz in dieser Netzkommunikation einnehmen, schreibt das IT-Magazin iX in seiner aktuellen Ausgabe.

Der Online-Dienst Twitter generiert eine sogenannte Micro-Blogging-Seite, auf der User, einmal registriert, mit maximal 140 Zeichen Informationshäppchen publizieren können. Und das nicht nur über diese Webseite, sondern über verschiedene mobile Kanäle. Diese Art Newsticker wird nicht nur bei halbwüchsigen Online-Junkies und in Web-2.0-Zirkeln immer beliebter. In vielen Unternehmen ist Twitter für den täglichen Kommunikationsfluss – insbesondere bei der Projektarbeit – bereits eine ernstzunehmende Alternative zur offiziellen E-Mail. Auch Nachrichten-Sites wie der Welt-Ableger Welt kompakt oder CNN twittern und liefern Informationshäppchen aus der Redaktion in Form eines Micro-Blogs.

Ein weiterer Vorteil von Twitter ist die offene Programmierschnittstelle. Damit lässt sich der Online-Dienst leicht in eigene Softwareprojekte integrieren. Darüber hinaus gibt es erste Verknüpfungen mit bestehenden Webdiensten, so haben Facebook und Xing schon diesbezügliche Funktionen in ihre Software integriert.

Das innovative Konzept, gepaart mit der Kritik, dass Twitter zu simpel sei, hat auch schon Mitbewerber ins Leben gerufen. Mit Pownce.com, Jaiku.com oder Friendfeed.com sind ähnliche Dienste entstanden.

Die aktuelle iX ist ab Donnerstag im gut sortierten Zeitschriftenhandel oder ab sofort ohne Mehrkosten per Online-Bestellung erhältlich. (js)