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Microsoft verbilligt Cloud und differenziert geografisch

Getreu seinem Versprechen hat der Windows-Hersteller die Preise für die wichtigsten Azure-Dienste an die von Amazon angepasst. Erstmals gibt es je nach Region unterschiedliche Tarife für einzelne Produkte.

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Auch Microsoft hat die jüngste Runde im Preiskampf der Cloud-Anbieter mitgemacht. Nachdem kürzlich Google und Amazon mit Preissenkungen vorangegangen waren, kündigte Microsoft jetzt ebenfalls Preissenkungen bis zu 65 Prozent an. Gleichzeitig führt der Windows-Hersteller mit "Basic" einen neuen Typ virtueller Maschine ein. Er kostet bis zu 27 Prozent weniger als der "Standard"-Typ und unterscheidet sich von ihm unter anderem durch fehlendes Load Balancing.

Die Preisdifferenz zwischen Basic und Standard fällt jedoch für die Region Asien-Pazifik wesentlich geringer aus: Dort beträgt sie nur 3 Prozent. Für beide VM-Typen führt Microsoft erstmals geographisch differenzierte Preise ein, sodass in Japan eine Standard-Instanz bis zu 35 Prozent mehr kostet als im Rest der Welt. Die Basic-Instanzen gibt es am preiswertesten in den USA und Europa, auch bei ihnen verlangt Microsoft für sein Rechenzentrum in Japan am meisten.

Preiswerter als Amazon will Microsoft mit denjenigen VMs sein, die es mit besonders viel RAM ausrüstet. Je nach Standort könnten Kunden dabei gegenüber dem Konkurrenten bis zu 13 Prozent billiger wegkommen. Die jeweiligen Angebote stimmen jedoch in der Regeln nicht in jedem Detail überein. Zusätzlich wird ein echter Preisvergleich durch weitere unvermeidliche Kosten erschwert, etwa für den Datentransfer zur und aus der Cloud. (ck)