Microsoft veröffentlicht Datenschutzverpflichtung für Teams

Angesichts der stark steigenden Nutzerzahl für Teams und der anhaltenden Kritik an Zoom veröffentlicht Microsoft eine eigene Datenschutzverpflichtung.

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(Bild: PopTika / shutterstock.com)

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Eine neue Datenschutzverpflichtung hat Microsoft speziell für seine Kollaborationsplattform Teams veröffentlicht. Dabei erkennt der Konzern an, dass Unternehmen ihm ihre wertvollsten Daten überlassen würden. Entsprechend sei das Wahren der Privatsphäre der Nutzer tief in den Grundwerten und dem Design der Produkte Microsofts verwurzelt.

Konkret verpflichtet sich Microsoft selbst dazu, Daten aus Teams nie für Werbung zu verwenden. Auch würde die Software nicht die Aufmerksamkeit von Nutzern während der Arbeit überwachen. Hiermit bezieht sich der Anbieter auch darauf, dass er nicht verfolgt, ob Angestellte während einer Konferenz parallel anderen Tätigkeiten nachgehen.

Außerdem will Microsoft alle Daten seiner Kunden nach dem Ende eines Teams-Abonnements löschen. Gleichzeitig könne jeder Nutzer seine Daten zu jeder Zeit und ohne Angabe eines Grundes abfragen. Darüber hinaus will der Konzern regelmäßig einen Transparenzbericht veröffentlichen, der auch darauf eingehen soll, wie er auf Anfragen von Dritten nach Daten der Nutzer reagiert.

Zu letzterem Punkt gehören darüber hinaus Verpflichtungen aus dem Bereich der Datensicherheit: Microsoft gibt an, dass solchen Anfragen – zum Beispiel durch die Strafverfolgung – nur nach streng definierten Voraussetzungen entsprochen werde. Auch würde der Konzern sicherstellen, dass der Zugang zu Teams immer nur nach strengen Sicherheitsmaßnahmen wie einer MFA gewährt werde.

Microsoft stellt sich in der Vorstellung der Datenschutzverpflichtung als einen führenden Sicherheitsanbieter dar, der täglich acht Billionen Sicherheitssignale für einen proaktiven Schutz seiner Kunden verarbeiten würde. Angaben dazu, worum es sich bei diesen Signalen handelt, macht der Konzern nicht – die zugehörige Seite mit mehr Details findet sich auf microsoft.com nicht.

Zudem verweist Microsoft auf über 90 Behörden- und Industriestandards, die Teams erfüllen würde. Neben vielen US-Standards findet sich hierunter auch die Datenschutz-Grundverordnung DSGVO. Der Cloud-Dienst kann im Rahmen der Covid-19-Pandemie einen deutlichen Anstieg der Nutzerzahlen verbuchen. Dasselbe gilt für den Konkurrenten Zoom, der jedoch hinsichtlich der Sicherheit und des Datenschutzes in der Kritik steht. (fo)