Menü
heise-Angebot iX Magazin

Microsofts Windows Admin Center im Test

Mit dem Admin Center bietet Microsoft erstmals ein Management-Programm für den Browser. Sollten Nutzer umsteigen oder bei der MMC und PowerShell bleiben?

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 26 Beiträge
Microsofts Windows Admin Center im Test

Erstmals bietet Microsoft mit seinem Windows Admin Center eine moderne Verwaltungsumgebung für den Browser, mit der sich PCs und Server im Blick behalten und konfigurieren lassen. Aber bietet die Software mehr als die klassische Management Console MMC und die PowerShell? Holger Schwichtenberg hat sich in der aktuellen iX 7/2018 das Programm näher angesehen.

Zunächst bleibt ernüchternd festzuhalten: Clients vernachlässigt Microsoft. So funktioniert das Admin Center ausschließlich mit Windows 10; ältere, aber im Unternehmen noch immer verbreitete Versionen kann die Software nicht überwachen. Server-Systeme funktionieren ab Ausgabe 2012 und erhalten die meisten Funktionen – der Desktop könnte genauso von einer Datei- und Update-Verwaltung profitieren.

Aber auch sonst könnte der Konzern dem Programm mehr Funktionen gönnen, denn Werkzeuge für wesentliche Serverdienste wie das Active Directory, DNS, DHCP und IIS-Webserver fehlen vollständig. Immerhin ist sich Microsoft dessen bewusst und der Nutzer kann direkt im Browser eine PowerShell und einen Remote Desktop zum Zielsystem starten.

Positiv ist, dass der Nutzer bereits viele Windows-Systemdienste bearbeiten, Protokolleinträge einsehen, Regeln für die Firewall erstellen, Nutzer und Gruppen anlegen oder löschen, die Registry editieren, Windows-Komponenten installieren und – so vorhanden – virtuelle Maschinen in Hyper-V verwalten kann. Manche Werkzeuge entsprechen ihren MMC-Pendants und dürften Administratoren entsprechend vertraut vorkommen.

Hinzu kommt: Das Admin Center ist modular aufgebaut, alle Funktionen gelten als Erweiterungen. Auch Dritte können diese schreiben, um sie allen Anwendern zur Verfügung zu stellen. Hierfür muss das Programm auf Microsofts Server zugreifen, ansonsten läuft es lokal im eigenen Rechenzentrum und Netz.

Siehe dazu auch: