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Monitoring: Icinga-Interface Web 2.0.0 freigegeben

Die Icinga-Web-Entwickler haben Ausgabe 2.0.0 ihres Frontends für das freie Monitoring-Tool freigegeben. Administratoren sollen schneller und zentral wichtige Informationen überblicken können.

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Für das Open-Source-Monitoring-Werkzeug Icinga existieren mehrere grafische Frontends, mit Web 2.0.0 haben die Entwickler nun die finale Version ihres PHP-basierten User Interface freigegeben. Der Veröffentlichung ging ein erster Einblick im November 2014 voraus, seit der Ankündigung 2013 ist außerdem Version 2 des Core erschienen. Entsprechend funktioniert das neue Release sowohl mit Icinga 1.x als auch mit der aktuellen Ausgabe.

Die Oberfläche haben die Designer vollständig neu entworfen. Sie soll ähnlich leichtgewichtig wie das Classic User Interface sein, Administratoren jedoch schnell im Dashboard auf einen Blick zentrale Informationen zur Verfügung stellen, sortiert nach kritischen Problemen, Unbekannten und Warnungen. Neue Ansichten bieten zum Beispiel einen detaillierten Überblick zu fehlgeschlagenen oder nicht planmäßig ausgeführten Tests.

Icinga Web 2.0.0 (3 Bilder)

Taktisch: Das neue Dashboard soll Administratoren schnell einen Überblick zu kritischen und wichtigen Vorkommnissen bieten.
(Bild: Icinga)

Auch an der Sicherheit haben die Entwickler geschraubt, so setzt der Zugriff auf Module dazugehörige Berechtigungen voraus. Alle bestehenden Rechte und deren Einschränkungen übernimmt die neue Version vom Vorgänger. Rollen lassen sich nun ganzen Nutzergruppen zuweisen.

Hinzu kommen Verbesserungen bei der Integration des Active Directory und anderer LDAP-Server, mit der neuen Version können Verantwortliche Nutzer, Gruppen und ihre Zugehörigkeit laden sowie sie gegenüber dem Kerberos-Dienst authentifizieren. Anwender können nun Host- und Service-Aktionen direkt ohne den Umweg über die Konfigurationsdateien erstellen und sie mit anderen teilen. Erstellte Aktionen können Nutzer mit Makros außerdem auf bestimmte Hosts oder Services einschränken.

Das neue Interface enthält zudem ein rudimentäres API zum Planen und Entfernen von Downtimes des Host oder Service. Mit ihm lassen sich auch einfache Authentifizierungen zum Zugriff festlegen. Das API wollen die Entwickler in Zukunft mit weiteren Aktionen ausbauen. Icinga Web erscheint als freie Software unter der GPL. (fo)