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Mozillas Chefin verteidigt Werbepläne für Browser Firefox

Mitchell Baker glaubt, die meisten Anwender des Browsers hätten keine Einwände gegen Anzeigen in neuen, leeren Tabs. Außerdem sei es ihre Aufgabe, Einnahmen für die Mozilla Foundation zu beschaffen.

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Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass zukünftige Versionen des freien Browsers Firefox in frisch geöffneten leeren Tabs Werbung einblenden könnten. Bislang erscheinen dort bis zu neun häufig besuchte Webseiten als Miniatur. Bei einem frisch installierten Browser bleibt diese "Tiles" genannte Seite allerdings leer. In einem Blog-Beitrag begründet die Chefin der Mozilla-Foundation, Mitchell Baker, die Pläne.

In der Vergangenheit hätten es die Mozilla-Entwickler immer abgelehnt, Inhalte ohne vorherige Nutzeraktivität im Browser anzuzeigen. "Das war in den Kindertagen des Web sinnvoll. Aber inzwischen erwarten viele Nutzer von ihrer Software, dass sie Dinge für sie erledigt, dass sie etwas Sinnvolles mit dem anstellt, was die Anwender vorher gemacht haben."

Deshalb habe man sich die leeren Tabs angesehen und sei zu der Erkenntnis gekommen, man könne dort "mehr für die Leute tun". Baker verstehe zwar, dass es Anwender gebe, die keine Änderungen wünschten. Aber das entspreche nicht den Vorstellungen der Mehrheit. "Wir glauben, dass wir in den Tiles Nützliches anbieten können."

Die dort angezeigten Anzeigen würden definitiv keine Tracking-Funktionen enthalten, verspricht Baker. Letztlich gehe es auch darum, der Mozilla-Foundation zu Einnahmen zu verhelfen. Bislang lebt diese Stiftung zum großen Teil von Suchmaschinenbetreibern wie Google und anderen Internet-Konzernen, die im Jahr 2012 mehr als 300 Millionen US-Dollar überwiesen. (ck)