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iX Magazin

Neue Tools für Webentwickler in Firefox 16

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Größte sichtbare Neuerung in der jetzt veröffentlichten ersten Beta-Version des Firefox 16 ist die neue Kommandozeile für Web-Entwickler. Damit lassen sich viele Funktionen per Tastatur aufrufen, etwa zur Steuerung des Debuggers oder zum direkten Untersuchen eines Seitenelements.

Details zur Kommandozeile enthält ein Blog-Beitrag von Kevin Dangoor. Er beschreibt unter anderem die automatische Vervollständigung von Kommandos wie console open durch Tippen von con<tab>o<tab>. Eine Liste aller verfügbaren Befehle liefert help.

Elemente lassen sich mit inspect gefolgt von einem CSS-Selektor für die Untersuchung auswählen. Jedes inspect-Kommando kann nur ein Element der Webseite selektieren, und manche Selektoren werden ignoriert. So führt h3 a[href*='...'] nicht zum Erfolg, während das genauere h3>a[href*='...'] die gewünschte Überschrift findet.

Firefox Beta 16 (4 Bilder)

Hilfe-Funktion

help zeigt eine Liste alle in der Kommandozeile verfügbaren Befehle. Zu jedem gibt es mit help weitere Informationen.

Weitere Kommandos erlauben das Ändern des Dokuments, etwa das Entfernen oder Ersetzen von Elementen, und das Steuern des Debuggers. Mit resize on aktiviert man die interaktive Größenänderung des HTML-Dokuments, etwa um die Ansicht auf wesentlich kleineren Smartphone-Displays zu kontrollieren. Wenn das Stylesheet eine passende Media-Query enthält, verwendet Firefox automatisch deren CSS-Vorgaben.

Wer den aktuellen Firefox 15 benutzt, kann zumindest einige der Funktionen der Kommandozeile auch schon ausprobieren. Dazu reicht es, in der Adresszeile about:config einzugeben und dann die Option devtools.toolbar.enable auf true zu setzen.

Verbessert haben die Mozilla-Entwickler auch die Speicherverwaltung des Browsers. Erstmals arbeitet der Garbage Collector, der nicht mehr benötigte JavaScript-Objekte freigibt, inkrementell. Das soll lange Pausen vermeiden, in denen der Browser nicht auf Benutzeraktionen reagiert.

Sämtliche Änderungen in der Firefox-Beta 16 finden sich in den Release-Notes. Interessenten können Versionen für Linux, Mac OS X, Windows und Android herunterladen. (ck)