Nokia steigt in den Zahlungsverkehr ein

Der neue Dienst "Nokia Money" soll es vor allem Mobilfunknutzern in Entwicklungs- und Schwellenländern ermöglichen, per Handy zu bezahlen.

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Auf seiner Hausmesse Nokia World Anfang September will der Handyhersteller erstmals seinen Dienst "Nokia Money" zeigen. Damit soll es möglich sein, Geld nur durch Angabe der Mobilfunknummer an andere zu überweisen sowie Waren und Dienstleistungen zu bezahlen. Bei einem weltweiten Netz von "Agenten" sollen Kunden Geld einzahlen oder abheben können.

Nokia sieht Erfolgsaussichten für die Technik, da es weltweit 4 Milliarden Handy-Nutzer, jedoch nur 1,6 Milliarden Bankkonten gebe. Vor allem Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern hätten bislang keinen Zugriff auf Zahlungsdienste. Nokia Money soll offen sein und mit anderen Bezahldiensten zusammenarbeiten.

Beim Aufbau des Dienstes arbeitet die Firma mit dem US-amerikanischen Unternehmen Obopay zusammen, in das sie im März einen ungenannten Betrag investiert hatte. Obopay funktioniert ähnlich wie andere Konten: Nach der Online-Anmeldung und einer Bestätigung per Handy überweist der Kunde Geld. Aus diesem Guthaben bezahlt er anschließend Rechnungen oder überweist Geld durch Angabe der Handynummer des Empfängers. Der muss zwar zunächst kein Obopay-Konto besitzen – er erhält den Betrag jedoch erst, nachdem er eines eingerichtet hat.

Diese "Überweisung an ein Handy" funktioniert jedoch bislang nur in den USA. Für jede Überweisung verlangt Obopay 0,25 US-Dollar. Ob Nokia Money alle diese Dienste umfassen und dieselben Gebühren verlangen wird, ist noch nicht bekannt. (ck)