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Nutanix .NEXT: Neue Dienste bald in Konkurrenz zu AWS, Azure & Co.

Auf der .NEXT gab Nutanix die Verfügbarkeit seiner Xi Cloud Services bekannt. Sie soll der Kunde mit AWS oder Azure nutzen – baldige Konkurrenten des Anbieters.

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Nutanix .NEXT: Neue Dienste bald in Konkurrenz zu AWS, Azure & Co.

(Bild: Pete Linforth, gemeinfrei)

Auf dem europäischen Ableger seiner Hausmesse .NEXT in London zeigte Nutanix, dass der Hersteller künftig nicht mehr nur seine hyperkonvergenten Infrastruktur anbieten will. Vor rund 3500 Teilnehmern zeigte Ben Gibson, Chief Marketing Officer, dass Kunden mit Nutanix' Technik zeit- und kostensparende Cloud-Dienste auch in ihrer lokalen IT-Umgebung produktiv einsetzen ("Enterprise Cloud") und dennoch zwischen Clouds wechseln ("Cloud Mobility") können sollen. Nutzer sollen ihre Workloads und Instanzen also einfacher als bislang zwischen den führenden Providern oder der Private und der Public Cloud migrieren können.

Die dafür notwendige Management-Infrastruktur will Nutanix mit dem schon länger verfügbaren Calm und den neuen Xi Cloud Services liefern, die eine einheitliche Verwaltungsschicht über die unterschiedlichen Cloud-Anbieter einführen. Applikationen sollen so immer auf der für sie optimalen Plattform laufen – denn jede Public Cloud hat Stärken und Schwächen.

Zunächst unterteilen sich die Xi Cloud Services in fünf eigenständige Dienste. Xi Leap ist ein Disaster-Recovery-Dienst, der Workloads und Applikationen aus einer Nutanix-Umgebung im Rechenzentrum in die Cloud replizieren kann. Das beinhaltet das Testen des Disaster-Recovery-Plans und ein Failover und Failback auf Knopfdruck.

Xi IoT besteht aus einer SaaS-Managementumgebung sowie einer virtuellen Maschine, der "Edge-Plattform", die der Kunde auf beliebigen Hypervisoren betreiben kann. Die Edge-Plattform kann Sensor- und Gerätedaten in Echtzeit verarbeiten und diese zum Auswerten auch gefiltert in die Public Cloud hochladen. Die drei weiteren Dienste basieren auf bereits existierenden Produkten und sind nun als Cloud-Angebot verfügbar. Xi Frame stellt virtueller Desktops aus der Cloud bereit, Xi Beam beinhaltet Funktionen zur Kostenoptimierung und Steuerung und Xi Epoch ist ein Monitoring-Dienst, der Probleme bei Leistung und Verfügbarkeit in beliebigen Cloud-Umgebungen aufdecken soll.

Mitte 2017 kündigte Nutanix die Dienste erstmals an, mit der .NEXT sind sie nun verfügbar und stellen für das Unternehmen einen Schritt vom reinen Softwareanbieter hin zu einem Service-Provider-Modell dar. Laut Nutanix CEO Dheeraj Pandey sind die Xi Dienste zunächst als Ergänzung für bestehende Public Clouds gedacht. Mittelfristig scheint der Hersteller sich aber auf eine direkte Konkurrenzsituation einzustellen – auch, weil zum Beispiel Amazon mit Angeboten wie dem auf der re:Invent angekündigten Outposts Angebot in die Rechenzentren der Kunden vordringt. Allerdings dürfte es sicher noch rund zwei Jahre dauern, bis Nutanix weitere Cloud-Dienste entwickelt hat, die gegen die führenden Provider bestehen können. (Jens-Henrik Söldner, Torsten Volk) / (fo)