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Open Infrastructure Summit: Neuausrichtung der OpenStack Foundation

Vor 18 Monaten beschloss die OpenStack Foundation eine Neuausrichtung. Auf der in Open Infrastructure Summit umbenannten Hauskonferenz gab es erste Ergebnisse.

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(Bild: Udo Seidel)

Wie jedes Frühjahr trifft sich die OpenStack-Gemeinde zum ersten von zwei großen Summits. Traditionell findet der in Nordamerika statt – diesmal in Denver, Colorado. Wie vergangenes Jahr in Berlin angekündigt, ist dies die erste Veranstaltung unter neuem Namen: Open Infrastructure Summit. Vor zirka 18 Monaten begann die Foundation eine Neuausrichtung. Dazu gehört unter anderem auch die Unterstützung und Verwaltung von anderen Software-Projekten außer OpenStack selbst. Das Thema des ersten Open Infrastructure Summit ist: Kollaboration ohne Grenzen.

Bryce betonte noch einmal die Grundregeln für Projekte der OpenStack Foundation.

(Bild: Udo Seidel)

Gleich geblieben beim Summit ist die Bündelung der Veranstaltung mit wichtigen Ankündigungen. Vor zirka einem Jahr nahm die Foundation die Software-Projekte Zuul (Mai 2018) und Kata-Container (Dezember 2017) als sogenannte Piloten auf. Damit verbunden ist eine Inkubationszeit von maximal 18 Monaten. Sowohl Zuul als auch Kata-Container verlassen diesen Pilot-Status schon deutlich früher. Sie gelten nun als "bestätigt". Dies bedeutet unter anderem, dass sich ihr strategischer Fokus an dem der OpenStack Foundation und ihrer Mission orientiert. Es gibt klar definierte Steuerverfahren und die Verpflichtung auf bewährte Praktiken und offene Zusammenarbeit. Hier kommen die berühmten "Four Opens" ins Spiel. Allison Randall, Mitglied des Verwaltungsrats der OpenStack Foundation, sagt: "Mit der Anerkennung von Kata Containers und Zuul als bestätigte offene Infrastrukturprojekte honorieren wir die Stabilität und Reife dieser Softwareprojekte und feiern das Wachstum und die Eigendynamik der jeweiligen Kooperationsgemeinden."

Die nächste Meldung kommt ebenfalls aus dem Lager der Pilot-Projekte: Airship ist in der Version 1.0 verfügbar. Nochmal zur Erinnerung: Dieses Projekt nahm die Foundation im Rahmen des jüngsten Summits in Berlin unter ihre Fittiche. Mit "airship in a bottle" gibt es seit dieser Zeit auch eine Spielwiese zum einfachen Ausprobieren dieser Ansammlung von quelloffenen Werkzeugen für die Wolke. Mit Version 1.0 gehen eine ganze Reihe von Verbesserungen einher. Diese lassen sich in die Kategorien Sicherheit, Installation und Werkzeuge, CI (kontinuierliche Integration), Elastizität und Belastbarkeit sowie Dokumentation einordnen.

Der offizielle Startschuss für Ironic OpenStack Bare Metal fiel auf der Bühne des Open Infrastructure Summit.

(Bild: Udo Seidel)

Die letzte Ankündigung kommt vom OpenStack-Projekt selbst und zwar aus der Ironic-Ecke. Die Software zum Verwalten physischer Maschinen läuft inzwischen auf über einer Millionen Rechenkernen. Um mit diesem Anstieg von Nutzern und Anwendungsfällen mithalten zu können, hebt die Foundation ein dediziertes Programm aus der Taufe. 30 Unternehmen zählen zu den Gründungsmitgliedern – der Name: Ironic OpenStack Bare Metal. Schon seit Februar diesen Jahres gibt es ein eigene Interessengruppe (SIG – Special Interest Group) für das Installieren und Verwalten physischer Maschinen. Wer bei Ironic auf dem neusten Stand arbeiten möchte, sollte die aktuelle OpenStack-Version Stein installieren. (Udo Seidel) / (avr)