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Open-Xchange erweitert AppSuite um Cloud-Storage

Im Zuge der Produktpflege seiner OX App Suite hat Hersteller Open-Xchange jetzt OX Drive vorgestellt. Damit erhält die vorwiegend als SaaS vertriebene Weiterentwicklung der Open-Source-Groupware Open-Xchange einen automatischen File-Storage.

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Schon seit längerem arbeitet Open-Xchange daran, seine in erster Linie über große Hoster via SaaS (Software as a Service) vertriebene, als reine Groupware gestartete webbasierte Anwendungs-Plattform OX App Suite aufzubohren.Jetzt hat der Hersteller mit OX Drive eine Weiterentwicklung freigegeben, die Anwendern einen automatischen File-Storage zur Verfügung stellt.

OX Drive ermöglicht das einfache Verwalten und Teilen von Dokumenten und Bildern in der von Open-Xchange gern als „Web-Desktop“ bezeichneten OX App Suite, samt automatischer Synchronisation mit allen unterstützen Clients wie iOS, Android, Mac OS X und Windows 7/8. Der Mac-OS-X-Client durchläuft derzeit noch letzte Checks bei Apple; den Windows-Client gibt es über das App-Suite-Webinterface.

Als integrierte Komponente der neuen Version 7.4.2 des OX-App-Suite-Backends erweitert „Drive“ die bisherige Anwendung „Files“ um leistungsfähige Synchronisierungsfunktionen und eine neue Bezeichnung. Laut Hersteller lässt sich die Suite einschließlich OX Drive ab sofort mit jedem browserfähigen Endgerät nutzen, ohne dass Lizenzen zu kaufen oder Anwendungen zu installieren sind. Open-Xchange unterstreicht, der Verlust oder Defekt eines Endgerätes verliere so einen großen Teil seines Schreckens, da sämtliche Dateien zentral gesichert seien. Das sollte allerdings für einen serverzentrierten Kollaborationsansatz à la OX App Suite eine Selbstverständlichkeit sein.

Mit OX Drive bietet Open-Xchange Anwendern der hauseigenen App Suite einen File-Storage mit leistungsfähiger Synchronisation auf diversen Clients.

(Bild: Open-Xchange)

Konkret können OX-App-Suite-Nutzer mit Drive Dokumente und Bilder zwischen Geräten mit Windows 7/8, Mac OS X, Android oder iOS synchron halten. Die neue Erweiterung unterstützt neben der Dateiverwaltung für Bilder-, Audio-, Video- und Office-Dateien – ähnlich wie OwnCloud – auch das einfache Bereitstellen von Dateien für Geschäftspartner oder Freunde über eine veröffentlichte URL. Ferner bietet es eine automatische Versionskontrolle und erlaubt einfach das Erstellen geänderter Versionen.

Mit OX App Suite als Fundament lassen sich im Browser Dokumente und Bilder ohne vorherigen Download ansehen und in Verbindung mit der auf der letztjährigen CeBIT erstmals vorgestellten Erweiterung OX Documents auch bearbeiten. Ferner erlaubt Drive einen automatischen Foto- und Video-Upload von mobilen Geräten mit Photo Stream und integriert sich erwartungsgemäß gut in die E-Mail-Funktion der App Suite, etwa beim Speichern oder Versenden von E-Mails beziehungsweise -Anhängen.

Gemäß der Unternehmensphilosophie steht die Software unter der GPLv2 und der Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.5 License (CC BY-NC-SA 2.5) und steht als integrierte Komponente von OX App Suite 7.4.2 ab sofort im Quelltext zum Herunterladen und Installieren bereit. Das manuelle Herunterladen und Aufsetzen einer selbst gehosteten OX App Suite mit OX Drive ist zwar ohne Einschränkungen möglich, da deren Code mit dem für SaaS- und Inhouse-Installationen identisch ist, erfordert aber erheblichen Aufwand.

Open-Xchanges Geschäftsmodell zielt primär auf das SaaS-Segment, daher betont der Hersteller, man wolle mit OX Drive keinesfalls mit OwnCloud oder ähnlichen Paketen konkurrieren, die primär für das Aufsetzen einer selbst verwalteten Cloud-Umgebung gedacht sind. Vielmehr soll die Erweiterung den zahlreichen Hosting- und Telekommunikations-Anbietern, die OX App Suite als Software as a Service anbieten, einen Mehrwert an die Hand geben, den diese an ihre Kunden weiterreichen können. Endanwender, die OX Drive nutzen möchten, müssen entweder warten, bis Ihr Provider die App Suite auf Version 7.4.2 aktualisiert hat, oder selbst Hand anlegen. Bei Letzterem ist das Risiko überschaubar, da man später ohne Migrationsaufwand zwischen beiden Betriebsformen wechseln kann. (Thomas Drilling) / (avr)