Menü
Update
iX Magazin

Opera bringt aufgehübschten Desktop-Browser auf Chromium-Basis

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 278 Beiträge

Im jetzt veröffentlichten Opera Next präsentieren die Entwickler Änderungen, die in Version 15 des kostenfreien Browsers einfließen sollen. Erstmals übernimmt die Webkit-Engine beziehungsweise die Engine von Chromium das Darstellen der HTML-Dokumente und V8 das Interpretieren von JavaScript.

Opera hatte im Februar 2013 angekündigt, die Arbeit an der eigenen Technik einzustellen und den Code der freien Projekte zu nutzen, und dann im April verkündet, ebenfalls Googles Webkit-Abkömmling Blink zu nutzen. Mit der Beta von Chrome 28 zog Blink als Rendering-Engine ein und bildet nun mit Chromium 28 auch die Basis von Opera Next beziehungsweise Opera 15. In diesem frühen Stadium unterscheidet sich Blink noch nicht grundlegend von der Webkit-Engine, soll aber bereits weitaus schneller arbeiten.

Ein Klick auf das Herzchen neben der kombinierten Such- und Adresszeile speichert die aktuelle Webseite in Operas neuem "Stash".

In der Oberfläche haben die Entwickler die Adress- und Suchfelder zusammengefasst. Im "Speed Dial" können Nutzer nun Ordner anlegen, um Webseiten zu gruppieren. Neu ist die "Stash"-Funktion ("Lager"): Ähnlich wie bei Evernote und vergleichbaren Webdiensten soll sie Dokumente dauerhaft sammeln. Im Moment scheint es sich dabei jedoch nur um eine Art Lesezeichen mit Vorschau zu handeln, denn beim Anklicken eines Stash-Dokuments lädt der Browser es erneut vom Server.

Den Kompressionsdienst "Turbo" hat Opera in "Off-Road Mode" umbenannt und um Unterstützung für Googles SPDY-Protokoll erweitert. Es lädt Webseiten immer SSL-verschlüsselt und soll dies schneller tun als das klassische HTTPS.

Opera Next steht für Windows und Mac zum kostenfreien Download bereit. Entwickler von Add-ons sollten sich rechtzeitig mit der neuen Version beschäftigen, da sich die Technik für Erweiterungen grundlegend ändernd. Näheres dazu auf heise Developer.

[Update:] Opera hat mit Opera Next auch seine Mail-Anwendung ausgelagert. Die "M2" genannte App wird für Windows und OS X als separater Download angeboten. (ck)