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Oracle OpenWorld: Mit Oracle 18c volle Breitseite gegen Amazon

Oracles neue autonome Datenbank 18c kommt ohne Admin aus und läuft in der Cloud oder on premises. Sie soll deutlich schneller und wesentlich billiger sein als Amazons konkurrierende Cloud-Datenbank Redshift.

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Oracle

Am späten Sonntagabend hat Oracles Mitgründer und Executive Chairman Larry Ellison die diesjährige Hausmesse OpenWorld eröffnet. In seiner Keynote ging es vor allem um die bereits vor kurzem angekündigte autonome Datenbank 18c. "Es ist die erste autonome Datenbank, die keinerlei menschliche Eingriffe mehr benötigt, denn dank Künstlicher Intelligenz und integriertem Machine Learning optimiert sie sich fortlaufend selbst", schwärmte Ellison über Oracles neues Flaggschiff-Produkt, das im Dezember auf den Markt kommen soll. Die neue Version läuft auf Oracles Exadata-Maschine und kann sowohl on premises als auch aus der Cloud bezogen werden.

Vor allem die Cloud-Nutzung scheint Ellison sehr am Herzen zu liegen, denn im weitaus größten Teil seiner Rede ging es um Vergleiche der 18c mit Amazons Cloud-Datenbank Redshift. In mehreren Benchmarks wurden Beispiele aus verschiedenen Branchen und in verschiedenen Umgebungen (Cloud vs. on premises) getestet – natürlich war Oracle jedes Mal deutlich schneller. "Wir sind im Durchschnitt fünf bis zehn Mal schneller als Amazon, wogegen Amazon im Durchschnitt 10 bis 15 Mal teurer ist als Oracle", lobte Ellison sich und sein neues Produkt.

Außer den behaupteten Vorteilen bei Kosten und Geschwindigkeit bietet Oracle 18c weitere Vorzüge: Laut Ellison benötigt sie keine Konfigurationsarbeiten, kann sich selbst an wechselnde Umgebungen anpassen und erreicht deshalb eine Verfügbarkeit von 99,995 Prozent. Letzteres bedeutet 30 Minuten Ausfallzeit pro Jahr.

Die integrierte Künstliche Intelligenz in Oracles neuer Datenbank wird für eine einfache Form der Betrugserkennung eingesetzt. So prüft das System jede Transaktion auf ihre Wahrscheinlichkeit. Bei krassen Auffälligkeiten wird die Transaktion dann selbstständig geblockt. Darauf will Ellison in seiner zweiten Keynote am Dienstagnachmittag näher eingehen. (Harald Weiss) / (odi)