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Oracle fordert 2,6 Milliarden US-Dollar von Google

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In einem Schreiben an das für den Patentstreit mit Google zuständige Gericht hat Softwarehersteller Oracle jetzt seine Schadenersatzforderungen beziffert. Google hatte bislang einen Betrag zwischen 1,4 und 6,1 Milliarden US-Dollar genannt. Oracle stellt jetzt klar (Seite 8 des Dokuments), dass es 2,6 Milliarden fordern wird (rund 1,8 Milliarden Euro). Der Betrag besteht aus einer Sofortzahlung von 0,9 bis 1,4 Milliarden und einem Anteil von 10 bis 15 Prozent an den Umsätzen, die Google mit Werbung auf Android-Geräten erzielt.

Beide Unternehmen beziehen sich auf den Bericht des von Oracle benannten Sachverständigen Iain Cockburn, der jedoch bislang nicht veröffentlicht wurde. Google hatte in seiner Reaktion darauf Anfang Juni schon einen Betrag von 1,4 Milliarden Dollar als "atemberaubend" bezeichnet. Das sei das Zehnfache dessen, was Sun als bisheriger Eigentümer der Java-Patente jährlich für alle Java-Lizenzen eingenommen habe. Betrachte man nur die Lizenzeinnahmen für die Mobilversion von Java, handele es sich gar um mehr als das Zwanzigfache.

Bei dem Streit geht es um mehrere Patente auf Java-Techniken. Oracle wirft Google vor, mit seinem mobilen Betriebssystem Android wissentlich gegen diese Schutzschriften verstoßen zu haben. Unklar ist bislang, welche der Patentansprüche in dem Ende Oktober beginnenden Verfahren entschieden werden. Zudem hat Google beim US-Patentamt (USPTO) eine erneute Prüfung der Patente beantragt. Im Zuge dessen hat die Behörde einige Ansprüche vorläufig für ungültig erklärt. (ck)