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Oracle kauft Cloud-Security-Firma Zenedge

Der Datenbankhersteller will durch die Übernahme bessere Schutzfunktionen in seine Public Cloud einbauen. Das soll vor allem Angriffe von innen auf das Netz und Anwendungen abwehren.

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Cloud

(Bild: dpa, obs/T-Systems)

Im Zuge seiner "Cloud-first"-Maxime hat Oracle das US-amerikanische Unternehmen Zenedge gekauft. Zenedge entwickelt Security-Software für gemischte Cloud-Umgebungen (Hybrid Cloud) und betreibt ein durchgehend besetztes Security Operations Center.

Durch den Zukauf stärkt Oracle den Schutz der Anwendungen und der Netzumgebung in seiner Public Cloud vor Angriffen von außen und insbesondere von innen, wozu die Web Application Firewall und die Anti-DDoS-Software von Zenedge beitragen sollen. Produkte und Ansprechpartner von Zenedge sowie laufende Verträge mit Kunden sollen zunächst bestehen bleiben. Oracle verweist in einem FAQ-Dokument (PDF) jedoch darauf, dass man Angebote und Roadmap der Firma prüfe und sich Änderungen vorbehalte.

Vor allem beim Hybrid-Cloud-Modell sind traditionelle Methoden wie Perimeter-Firewall und Intrusion-Detection- und -Prevention-Systeme überfordert, weil die Wege und die Speicherorte der Daten rasch wechseln können und Sicherheitslücken in den Cloud-Systemen eines Anbieters außer Reichweite der eigenen Schutzmechanismen liegen.

Oracle ist vergleichsweise spät in die Konkurrenz mit dem Cloud-Geschäft eingestiegen, hat dann jedoch den Betrieb von Unternehmensanwendungen "as a Service" (IaaS, PaaS, SaaS) als einzig zukunftträchtiges Modell beworben. Der Datenbankhersteller setzt dabei vor allem auf vollautonomen Betrieb seiner Datenbank und hofft, Kunden durch niedrigere Kosten zu locken.

Dieser Strategiewechsel setzt Gewinn und Wachstum des Cloud-Geschäfts besonders hohen Erwartungen aus. Trotz sehr guter Geschäftszahlen im vergangenen Quartal wuchs der Ertrag in diesem Segment nicht so stark wie erhofft. (tiw)