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Oracle stellt MySQL 8.0 bereit

Oracle hat sein Datenbankmanagementsystem MySQL 8.0 freigegeben. Die neue Version soll Transaktionen je nach Last bis zu zweimal schneller bewältigen als die Vorgängerin.

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Oracle MySQL 8.0

Oracle versteht MySQL auch als Bindeglied zu Dokument-orientierten NoSQL-Datenbanken.

(Bild: Oracle )

Oracle hat sein neues DBMS MySQL 8.0 freigegeben – gut anderthalb Jahre nach Erscheinen der Entwicklerversion 8.0.0. Außer einem erhöhten Durchsatz bietet MySQL 8.0 laut Oracle gegenüber der Vorgängerversion 5.7 eine Reihe weiterer Verbesserungen und zusätzlicher Funktionen. So soll die Option einer dokumentenorientierten Datenverarbeitung eine zusätzliche NoSQL-Datenbank ersetzen.

MySQL wurde mit einer neuen Bibliothek für reguläre Ausdrücke ausgestattet. Das Datenbankmanagementsystem beherrscht nun per Default den Unicode-Zeichensatz in der Kodierung UTF8MB4, kann also auch mit Emojis umgehen. Die Tempovorteile gegenüber der bisherigen Version schreibt Oracle vor allem dem Einsatz des Speichersubsystems InnoDB zu. Ein neues Rollenkonzept vereinfacht das Verwalten der Benutzerrechte. Wenn man herausfinden möchte, ob ein Index noch gebraucht wird, kann man ihn jetzt unsichtbar machen.

Diese und viele weitere Features sind zwar ansehnlich, erklären jedoch nicht unbedingt den gewaltigen Versionssprung von 5.7 auf 8.0. Eine MySQL-Version 6 wurde bereits 2009 eingestellt, als sich die Übernahme des damaligen MySQL-Eigners Sun Microsystems abzeichnete. Die Versionsnummer 7 wiederum ist für MySQL Cluster reserviert. (un)