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Palo Alto kauft Endpoint-Security-Entwickler Cyvera

Palo Alto Networks übernimmt mit dem Hersteller Cyvera eine Endpoint-Security-Software, die sogar ungepatchte Windows-Systeme vor Malware schützen soll, Zero-Day-Exploits eingeschlossen.

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Palo Alto Networks, Anbieter von Firewalls und Intrusion-Prevention-Systemen, übernimmt das israelische Unternehmen Cyvera für rund 200 Millionen US-Dollar und komplettiert mit dessen Endpoint-Security-Software TRAPS (Targeted Remote Attack Prevention System) sein Angebot für Firmenkunden. TRAPS läuft unter allen Windows-Versionen ab XP mit Service Pack 3 und verspricht, selbst unbekannte Malware schon vor der Ausführung zu blockieren – ein Whitepaper enthält genauere Informationen.

Dazu hat Cyvera ein eigenes, nicht näher erläutertes Verfahren entwickelt, das weder auf Signatur-Erkennung noch auf Verhaltensanalyse beruht, sondern die zahlenmäßig überschaubaren Techniken zur Ausnutzung von Schwachstellen überwacht. Windows-Computer sind auf diese Weise ohne aktuelle Patches geschützt, was TRAPS insbesondere für eine Verlängerung des Einsatzes von Windows XP interessant macht, verspricht das Unternehmen.

Die zuständigen Behörden müssen die Übernahme noch genehmigen, sie soll im Laufe des zweiten Halbjahrs 2014 abgeschlossen sein. Bereits im Januar hatte Palo Alto Networks das von ehemaligen NSA-Mitarbeitern gegründete Unternehmen Morta Security, das bis dahin keinerlei Produkte veröffentlicht hatte, für eine ungenannte Summe aufgekauft. (tiw)