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Passwort-Safes sind wenig beliebt

Nicht einmal ein Viertel der Internetanwender schenkt Programmen zum Verwalten sicherer Passwörter ihr Vertrauen. Viele gehen laut Bitkom lieber das Risiko zu einfacher und mehrfach genutzter Kennwörter ein.

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Nur 24 Prozent der Internetnutzer in Deutschland verwenden sogenannte Passwort-Safes für den Zugang zu ihren Computern und Online-Diensten, berichtet der Branchenverband Bitkom als Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter rund 1000 Anwendern ab 14 Jahren. Dabei seien Passwort-Safes gut geeignet, sichere Kennwörter zu generieren und zu speichern. Bei vielen Anwendern siege jedoch die Bequemlichkeit in Gestalt zu einfacher und für mehrere Dienste genutzter Passwörter.

Laut Bitkom nutzten im Vorjahr sogar nur 19 Prozent der Befragten entsprechende Programme – die NSA-Affäre habe also Wirkung gezeigt. Dennoch mangele es nach wie vor am Bewusstsein für das Thema Internetsicherheit.

Obwohl es viele kostenlose Passwort-Safes gibt (hier einige für den Chrome-Browser), hält sich deren Verbreitung in Grenzen.

Vielen Nutzern macht nach Erkenntnissen der Marktbeobachter die Vielfalt der Geräte, Dienste und Sicherheitsmaßnahmen zu schaffen. In Deutschland haben sie im Durchschnitt neun Passwörter für den Zugang zu den unterschiedlichsten Geräten und Onlinediensten, eines mehr als fünf Jahre zuvor.

Laut Bitkom sind Passwort-Safes (auch Passwort-Manager genannt) bequem und sicher. Die Programme erstellen automatisch komplexe Passwörter und speichern sämtliche Zugangsdaten verschlüsselt. Der Nutzer muss sich nur noch ein möglichst sicheres Hauptpasswort merken. Passwort-Manager gibt es nicht nur für PCs, sondern auch für Mobilgeräte. (un)