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Patentierter Algorithmus für Softwareportierung

Fehlentscheidungen bei der Portierung eingebetteter Systeme auf Multicore-Prozessoren können teuer werden. Ein patentierter Algorithmus des Fraunhofer IESE soll den Portierungsprozess jetzt optimieren.

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Entwickler, die vor der Aufgabe stehen, ein eingebettetes Softwaresystem auf Multicore-Prozessoren zu portieren, müssen in der Regel grundlegende Änderungen in der Softwarearchitektur vornehmen. Treffen sie hier Fehlentscheidungen, kann das kostspielige Folgen haben. Mithilfe eines vom Fraunhofer IESE entwickelten Multicore-Parallelisierungsalgorithmus können Entwickler jetzt frühzeitig festlegen, wann und auf welchem Rechenkern eine Funktion ausgeführt wird, und so den Kontrollfluss genau bestimmen.

Für diesen Ansatz, der notwendige Architekturentscheidungen systematisch ableitet, hat das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE jetzt ein europäisches Patent erhalten. Der Algorithmus sieht vier Phasen im Portierungsprozess vor. In der Prognostics-Evaluation wird zunächst ein Analysemodell des Systems erstellt. Von diesem virtuellen Prototypen ausgehend kann man mit Simulations- und Analysewerkzeugen mögliche Entwurfsentscheidungen überprüfen. Anhand der in der anschließenden Evaluationsphase ausgewerteten Resultate lässt sich schließlich die Diagnose für einen optimierten Parallelisierungsprozess erstellen. (ka)