Pivotal konzentriert sich auf Platform as a Service fürs Unternehmen

Eine neue Generation von Enterprise-PaaS-Anwendungen für Big-Data-Verarbeitung will das neu formierte Unternehmen Pivotal auf den Markt bringen.

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Von
  • Jürgen Diercks

Pivotal will einen neuen Maßstab in Sachen Enterprise Platform-as-a-Service (PaaS) setzen und gibt dazu zunächst einmal seine Geschäftstätigkeiten als eigenständiges Softwarehaus auf. Das Unternehmen besteht jedoch unter dem gleichen Namen weiter, allerdings investieren nun Industrieschwergewichte wie EMC, VMware und GE (General Electric) gemeinsam. GE bringt 105 Millionen US-Dollar ein, was einer Beteiligung von rund zehn Prozent entspricht. GEs Softwareabteilung will künftig auf Basis der Pivotal-Technik neue Applikationen für das sogenannte industrielle Internet entwickeln, das Großrechner und Big Data zusammenführen soll. Unter der Führung von Paul Maritz, Ex-CEO von VMware, beschäftigt Pivotal 1250 Entwickler und Ingenieure.

Das Produkt, das Pivotal auf den Markt bringt, nennt sich Pivotal One. Die Idee dahinter: Da die Themen Cloud, Big Data, Mobile und Social Media die Marktbedingungen drastisch verändern, benötigen Firmen eine neue Generation von Applikationen, die alle bisher mehr oder weniger getrennt agierenden Unternehmensprogramme in einer Plattform zusammenfassen und die vor allen Dingen mit den rasant steigenden Datenmengen klarkommen. Das Marktpotenzial ist ohne Zweifel groß, derzeit soll es 8 Milliarden US-Dollar betragen. Nach Ansicht von Analysten wächst es in den nächsten fünf Jahren auf 20 Milliarden US-Dollar an.

Pivotal One besteht aus verschiedenen Open-Source-Komponenten, die sich zu einer Entwicklerplattform namens Application Fabric zusammenfügen. Dazu gehören Datendienste auf Basis von Apache Hadoop, ein Framework, mit dem sich sehr große Datenmengen in Rechnerclustern verwalten lassen. Darauf aufbauend liefert Pivotal verschiedene Services, etwa den Enterprise-SQL-Benchmark HAWQ sowie eine In-Memory-Data-Grid-Technik für analytische Abfragen in Transaktionsumgebungen. Hinzu kommen agile Entwicklungsmethoden, die das neue Softwarehaus ebenfalls entwickelt und vermarktet. (jd)