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Portiert: Snap kommt für viele Linux-Distributionen

Oft kritisieren Drittanbieter den Aufwand beim Bereitstellen ihrer Software für unterschiedliche Linux-Distributionen. Mit dem Portieren des universellen Snap zu Arch, Debian und Fedora könnte das Paketformat das Hindernis beheben.

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Portiert: Snap kommt für viele Linux-Distributionen

(Bild: Canonical)

In einem Blogeintrag gibt Canonical an, dass snapd, das Werkzeug zum Installieren von Snap-Paketen, ab sofort nativ auf Arch, Debian, Fedora und mehreren Ubuntu-basierten Betriebssystemen läuft. Künftig könnten außerdem Nutzer von CentOS, Elementary, Gentoo, Mint, OpenSUSE, OpenWrt und RHEL das Format einsetzen. Momentan kommt es bereits in Ubuntu 16.04 zum Einsatz.

Einfacher für Anwender und Entwickler

Snap packt Anwendungen inklusive ihrer Abhängigkeiten in einen Container. Dies soll verhindern, dass sich Programme gegenseitig in die Quere kommen, da die Umgebungen so jeweils voneinander isoliert sind. Updates lassen sich einfach einspielen oder zurücknehmen und auf Wunsch können Anwender einfach zum Beta-Channel wechseln. Außerdem erwartet Entwickler ein deutlich geringerer Aufwand. Sie müssen ein Snap-Paket nicht immer wieder neu für die jeweilige Distribution anpassen. Es funktioniert unabhängig von zum Beispiel deb- oder rpm-Umgebungen und Nutzer können weiterhin parallel mit der Plattform ihrer Wahl arbeiten.

Entwickler finden bei Canonical Werkzeuge und eine Anleitung zum ersten Arbeiten mit Snap. Einige bekannte Anwendungen wie htop liegen bereits im neuen Format vor, andere Projekte wie Mozillas Firefox arbeiten momentan an einer Umsetzung. Auch LibreOffice-Nutzer können künftig auf Snap zurückgreifen, Björn Michaelsen geht in einem Blogeintrag auf die Vorteile des Formats ein.

[Update 23.06.2016 15:28 Uhr:] Fehler zum Verhältnis von Snappy zu anderen Linux-Distributionen behoben. (fo)