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Preisvergleich per Smartphone nicht ohne Gefahren

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Wer Leute in Geschäften sieht, die scheinbar wahllos Ware aus unattraktiven Blickwinkeln mit dem Handy fotografieren, hat wahrscheinlich Kunden vor sich, die eine Preisvergleichs-App auf ihrem Smartphone haben. Meist genügt es, das Smartphone über den Strichcode an der Ware zu halten. Sobald die Kamera ihn erkannt hat, ermittelt die Software über die zugehörige Suchmaschine, ob es günstigere Angebote gibt.

Die meisten Apps stammen von bekannten Preissuchmaschinen im Internet wie guenstiger.de oder billiger.de. Es gibt aber auch spezielle Smartphone-Angebote wie das Programm barcoo. Große Handelsplattformen wie Amazon haben die Preisvergleichsfunktion direkt in ihre Smartphone-App eingebaut. Ebay bietet mit der Scanner-Funktion direkten Zugang zu den entsprechenden Auktionen und Händlern auf der Plattform.

Verbraucherschützer warnen allerdings: Die Qualität der Preisvergleiche hängt ganz von der verwendeten Suchmaschine ab. Je nach Anbieter der App bekommt man unter Umständen völlig
unterschiedliche Tiefstpreise für ein Produkt. Zudem bergen Preisvergleich-Sites die Gefahr, dass man sich auf unseriöse Geschäftemacher einlässt. Vor allem für die kleineren Smartphone-Displays gilt, dass schwer erkennbare Informationen oder unfreiwillig aktivierte Links schnell zu Abzocke führen können.

Der Druck auf den Einzelhandel durch derartige Preisvergleiche dürfte sich in Grenzen halten. Bis dato sind solche Anwendungen teuren Smartphones vorbehalten, die weniger verbreitet sind als herkömmliche Handys. Außerdem brauchen die Kameras in den Geräten genügend Licht und eine ruhige Hand, damit die App den Barcode erkennt. Verfügbar sind Apps derzeit für Apples iPhone, Android-Geräte, Nokias Smartphones, Blackberrys und Geräte mit Microsofts Windows Phone 7. (dpa) / (rh)