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Preview des Internet Explorer 11 für Windows 7

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Wer nicht das allerneueste Betriebssystem von Microsoft verwenden, aber schon mal dessen kommenden Browser ausprobieren will, kann sich online bedienen: Die erste Preview auf den Internet Explorer 11 gibt es jetzt auch für Windows 7. Allerdings ist Vorsicht geboten: Diese Vorabversion ersetzt ohne Rückfrage den vorhandenen Microsoft-Browser.

Wie bei allen Browser-Anbietern üblich, stellt Microsoft die Fortschritte bei der Geschwindigkeit von JavaScript-Programmen in den Vordergrund. So laufe der Sun-Spider-Benchmark 4 Prozent schneller als im IE 10 und gar 30 Prozent flotter als in Chrome 28, dem besten Konkurrenten. Allzu viel sollte man auf solche Behauptungen auch in diesem Fall nicht geben: Googles Chrome 24 absolvierte Anfang 2013 den hauseigenen V8-Benchmark mehr als doppelt so schnell wie der IE 10. Auch beim V8-Nachfolger Octane (ebenfalls von Google) zeigten eigene Messungen in einer virtuellen Maschine (2 GByte RAM, 2 Cores) keine Überlegenheit des IE 11: Er erreichte im Durchschnitt 9244 Punkte, Firefox 22 kam auf 9400 und Chrome 28 auf 11350.

Überarbeitet hat Microsoft im IE 11 die Entwicklerwerkzeuge. Sie sehen moderner aus, die Toolbar ist nach links gewandert, und es lassen sich jetzt Profile für den Speicherverbrauch und die Reaktionszeit der Benutzeroberfläche erstellen. Zumindest letzteres funktionierte aber im Kurztest noch nicht, beim Start der Aufzeichnung erschien regelmäßig eine Fehlermeldung.

Bei aktuellen Webstandards schließt Version 11 des IE einige Lücken. So unterstützt er jetzt das Positionieren von Elementen nach dem Flex-Box-Modell nach dem aktuellen W3C-Standard und ohne Browser-Präfix. Die JavaScript-Implementierung setzt einige in ECMAScript 6 vorgesehene Neuerungen um, etwa Variablen mit Block-Scope und die Internationalisierungs-API. Sie erlaubt beispielsweise das Sortieren von Werten abhängig von sprachspezifischen Regeln. (ck)