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Proxmox Mail Gateway wird Open Source

Das Proxmox Mail Gateway erscheint in der Version 5.0 unter der GNU AGPL v3 und zieht damit hinsichtlich der Open-Source-Lizenz mit der Virtualisierungsplattform Proxmox VE gleich.

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Proxmox Mail Gateway 5.0

Das Mail Gateway von Proxmox ist dem Mailserver vorgelagert und soll das interne Netz vor schädlichen Inhalten schützen.

(Bild: Proxmox)

Die Proxmox Server Solutions GmbH aus Wien hat ihr Mail Gateway in der Version 5.0 veröffentlicht. Es fungiert als Mail-Proxy zwischen dem Internet-Zugang und einem internen Mailserver und soll schädliche E-Mails aus dem internen Netz fernhalten. Die Software steht nun vollständig unter der freien Open-Source-Lizenz GNU AGPL v3. Das Proxmox Mail Gateway fußt auf Debian GNU/Linux und nutzt neben dem Mail Transfer Agent (MTA) Postfix unter anderem die Antivirus-Engine ClamAV und den Spamfilter SpamAssassin.

Proxmox hat die Web-Oberfläche des Mail Gateway komplett überarbeitet. Sie basiert nun auf Sencha Ext JS. Nutzer können hier alle Einstellungen vornehmen und Verwaltungsaufgaben erledigen, etwa die Filterregeln konfigurieren, Logs auswerten oder Anwender und Backups verwalten. Außer per Browser lässt sich das Mail Gateway mittels Debian-Kommandozeile und von anderen Programmen aus via REST-API konfigurieren. Die technische Dokumentation ist nun direkt in die Hilfefunktion der neuen Oberfläche integriert; Anwender können Hilfeseiten je nach Client als HTML-, PDF- oder epub-Datei herunterladen.

Das Mail Gateway steht als ISO-Installationsdatei zur Verfügung und läuft sowohl auf dedizierter Hardware als auch in einer virtuellen Maschine unter diversen gängigen Virtualisierern. Mit dem Lizenz- ändert sich das Support-Modell: Eine Subskription bietet Zugang zum Enterprise-Repository. Die Preise für das Proxmox Mail Gateway beginnen bei 99 Euro für eine jährliche Community-Subskription und reichen bis zu 1499 Euro bei unbegrenztem E-Mail-Support. (un)